Die Gemeinde Obertaufkirchen entwickelt sich kontinuierlich weiter. So achtet der Gemeinderat nach wie vor darauf, weiter Bau- und Gewerbegrundstücke zur Verfügung zu stellen, um für Ansiedlungen gerüstet zu sein. Aktuell hat der Gemeinderat die Erschließung von elf Bauparzellen für das Baugebiet „St. Korbinian-Straße“ abgeschlossen. Dort sind attraktive Grundstücke für Einzel- und Doppelhäuser in zentraler Lage entstanden. Das wichtigste Projekt im vergangenen Jahr war aber sicherlich, die Weichen für das rund 3,5 Hektar große Sondergebiet Logistik richtig zu stellen. Dort will sich das Speditions- und Logistikunternehmen Greilmeier aus Schwindegg niederlassen. Neben der Aussicht auf weitere Gewerbesteuereinnahmen verfolgt die Gemeinde damit die Absicht, Obertaufkirchen von intensivem Lkw-Durchgangsverkehr zu verschonen, denn die überwiegende Mehrzahl der Greilmeier-Lastwagen möchte natürlich die A 94 nutzen. Die Änderungen des Flächennutzungsplanes und der Bebauungsplan sind zum Jahresbeginn in Kraft getreten. Die Erschließung soll im Laufe des Jahres erfolgen. Sobald die Autobahn wirklich an Obertaufkirchen vorbeiführt, wird auch das Logistikzentrum konkrete Formen annehmen. Das ist bereits im Anschluss an das bestehende Gewerbegebiet „Straß II“ passiert. Dort haben sich die Firma LC Tech aus Dorfen und die Firma Elektro Mayerhofer aus Obertaufkirchen angesiedelt. Sie haben für neue Arbeitsplätze gesorgt und die Firma LC Tech denkt bereits über eine Erweiterung nach.
Barrierefreier Zugang
Die Gemeinde hat in diesem Jahr einige Hausaufgaben zu erledigen. So soll im Rahmen des städtebaulichen Entwicklungskonzeptes der Zugang zur Gemeindeverwaltung barrierefrei gestaltet werden. Hier befinden sich das Bürgerbüro, das Standes- und Meldeamt mit Rentenberatungsstelle und auch das Trauungszimmer. Gerade für ältere Bürger oder Familien mit kleinen Kindern stellt die Treppenanlage ein ziemliches Hindernis dar. Mit Hilfe des Kommunalinvestitionsprogrammes des Bundes werden der barrierefreie Zugang sowie eine behindertengerechte Toilette in diesem Jahr umgesetzt. Die Garten- und Landschaftsbauarbeiten sollen im Frühjahr beginnen, der Einbau der behindertengerechten Toilettenanlage folgt im Laufe des Jahres. Auch das Anwesen Kirchplatz 10 gehört der Gemeinde und soll saniert und ausgebaut werden. Dort ist derzeit im Erdgeschoss eine Bäckerei mit kleinem Café sowie eine Arzt- und eine Physiotherapiepraxis untergebracht. Im Obergeschoss ist eine Wohnung, die vor allem in energetischer Hinsicht sanierungsbedürftig ist. Daneben befinden sich im Ober- und im Dachgeschoss noch ungenutzte Räume, die ebenfalls in Wohnungen umgebaut werden sollen. Dafür hat die Gemeinde Fördermittel aus dem kommunalen Wohnraumförderungsprogramm des Freistaates Bayern angezapft und die Zusage für einen Zuschuss von rund 144000 Euro bekommen. Die geschätzten Baukosten liegen bei etwa 480000 Euro. Auch hier ist der Baubeginn noch für dieses Jahr vorgesehen.
Oberornau
Aber auch Oberornau kommt nicht zu kurz. Hier wurde mit der Neugestaltung des Dorfplatzes ein Treffpunkt der Dorfgemeinschaft geschaffen. Ein Dorfladen, der von der Dorfgemeinschaft betrieben wird, eine Postfiliale und ein Café sind in den Braunhallen entstanden und als letzter Schritt wurde auch der Dorfplatz selbst neu gestaltet. So kann die Feuerwehr Oberornau, deren Feuerwehrhaus ebenfalls dort neu entstanden ist, problemlos von 17. bis 21. Mai ihr 140-jähriges Bestehen mit ihren Gästen feiern.
Ein großes Thema bleibt in der Gemeinde nach wie vor der Breitbandausbau, mit dem bereits 2011 begonnen wurde. Aktuell läuft im Gemeindegebiet das mittlerweile vierte Ausbauverfahren. Zudem hat der Gemeinderat im Januar die Erschließungsgebiete für den weiteren Ausbau des Glasfasernetzes festgelegt und das entsprechende Auswahlverfahren auf den Weg gebracht. „Das Glasfasernetz ist eine Investition in die Zukunft, von der wir alle profitieren, egal ob Gewerbe, Landwirtschaft oder Privathaushalte“, so Bürgermeister Franz Ehgartner.
Projekte, die mittelfristig auf der Agenda der Gemeinde Obertaufkirchen stehen, sind zum einen die Verbesserung des Hochwasserschutzes in Oberornau. Zum anderen sollen die planerischen Weichen für eine Ortsumfahrung von Obertaufkirchen und damit eine nachhaltige Ortsentwicklung gestellt werden.hsc