Der Nutzfahrzeugmarkt in Westeuropa ist weiterhin auf Wachstumskurs. Dabei ist Deutschland neben China, den USA, Indien und Japan einer der größten Einzelmärkte für schwere Nutzfahrzeuge.
In Westeuropa kommen rund 50 Prozent der neu zugelassenen Lastwagen und Busse von Marken deutscher Konzerne, die mit rund 190000 Beschäftigten knapp jeden vierten Arbeitsplatz in der deutschen Automobilindustrie stellen. Neben den großen Truck- und Transporterherstellern gehören auch mittelständische Unternehmen, wie die Hersteller von Anhängern und Aufbauten, zur Nutzfahrzeugindustrie. Sie beschäftigen derzeit knapp 33 000 Arbeitnehmer.
Hersteller setzen auf effizientere Motoren
Der Straßengüterverkehr steigt in Deutschland nach Erwartungen der Bundesregierung bis 2030 um fast 40 Prozent gegenüber 2010. Vor diesem Hintergrund setzen die Fahrzeughersteller auf noch effizientere Motoren, alternative Antriebe und eine bessere Aerodynamik. Zudem wird das Konzept von Lang-Lkw erprobt. Durch solche Innovationen sollen die jährlichen CO2-Einsparungen im Straßengüterverkehr verdoppelt werden.
Mehr denn je wird es auch in Zukunft auf ein funktionierendes Transportwesen ankommen, um eine lückenlose Versorgung zu garantieren. Nicht nur auf die Versorgung der Bevölkerung kommt es an – natürlich auch auf die der Unternehmen.
Meist haben sie auf eine „Just-in-time“-Produktion umgestellt – ihnen müssen also die benötigten Waren zeit- und mengengenau geliefert werden, um die Lagerhaltung am Produktionsort so gering wie möglich zu halten. Das wird künftig, angesichts des immer weiter steigenden Gütertransports, nur über eine moderne computergesteuerte Logistik und Vernetzung sowie dementsprechende Fahrzeuge möglich sein.
Eva-Maria Becker