Umweltschäden an Fahrzeugen

von Redaktion

300 Millionen Euro erwarten Versicherer für den August

Kaum ein Landstrich in Deutschland blieb in den letzten Wochen von Gewittern, Stark- und Dauerregen verschont. Binnen 24 Stunden fielen teilweise über 200 Liter Regen auf einen Quadratmeter. Zum Vergleich: In ganz Deutschland beträgt der Jahresdurchschnitt 800 Liter pro Quadratmeter.

Die Schäden sind gewaltig. Nach vorläufigen Schätzungen der deutschen Versicherer verursachten allein die schweren Unwetter zwischen Ende Juni und Anfang Juli Zerstörungen in Höhe von 600 Millionen Euro. Die Hälfte davon geht zu Lasten kaskoversicherter Autos. Fahrzeugbesitzer gehen meist also nicht leer aus, sollten aber einige Regeln beachten und am besten vor dem Schaden klug sein.

So reguliert

die Versicherung

Schäden, die durch Überschwemmung, Sturm, Hagel und Blitzschlag verursacht wurden, bezahlt die Teilkaskoversicherung. Da es in der Teilkasko einen Schadenfreiheitsrabatt gibt, erfolgt auch keine Rückstufung, lediglich die vereinbarte Selbstbeteiligung wird fällig.

Gezahlt werden die Reparaturkosten in voller Höhe, bei einem Totalschaden der Wiederbeschaffungswert. Wurde eine Neupreis-Entschädigung vereinbart, bekommen die Geschädigten den Kaufpreis. Stellen Autofahrer allerdings trotz Warnung ihr Fahrzeug in ein Hochwassergebiet, riskieren sie den Versicherungsschutz.

Vorsicht ist auch bei Sturmschäden geboten. Der Wind muss mit mindestens Stärke acht getobt haben, sonst gibt es von der Kaskoversicherung kein Geld.

Für die Regulierung gilt: Je zügiger die Schadenmeldung erfolgt, desto schneller werden auch die Kosten erstattet. Fahrzeughalter sollten deshalb unverzüglich und noch vor der Reparatur oder einem eigens bestellten Gutachter die Versicherung informieren und den Schaden mit Fotos dokumentieren.

So gelingt die

Fahrt durchs Wasser

Der Horror pur: Plötzlich verlieren die Reifen ihre Bodenhaftung, das Auto kommt ins Schwimmen und Schleudern. Aquaplaning! Jetzt heißt es Ruhe bewahren, Kupplung treten, Lenkrad mit beiden Händen festhalten, vorsichtig lenken und bremsen.

Erste Anzeichen von Aquaplaning: Die ESP-Lampe leuchtet, das Lenkrad ist leichtgängig, Wassergeräusche trommeln an die Ohren. Die Gefahr lässt sich nicht ausschließen, aber deutlich senken.

Oberste Regel: vorausschauend, langsam sowie mit ausreichendem Sicherheitsabstand fahren und bei Überschwemmungen das Auto stehenlassen.promotor

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