Verlegt oder wirklich verloren

von Redaktion

Autoschlüssel weg – was tun?

Bleibt der Autoschlüssel nach hektischem Suchen verschwunden, ist guter Rat teuer. Rund 14900 Mal half allein der ADAC im vergangenen Jahr Autofahrern nach dem Verlust der Türöffner, acht Prozent mehr als 2015.

Das Malheur hat Folgen, steckt in den modernen Schlüsseln doch jede Menge Hightech. Türen, Wegfahrsperre und Zündschloss werden mit ihnen bedient, längst aber auch Fenster, Standheizung, Klimaanlage, Sitz- und Lenkradposition, Bordcomputer, Radiosender, sogar Parken ist möglich. Der Ärger geht noch weiter: Die Versicherung kann bei falschem Handeln der Autofahrer auf grobe Fahrlässigkeit pochen. Oder die ohnehin genervten Betroffenen haben vergessen, den Verlust bei der Polizei anzuzeigen.

Wie also kommt man zu einem neuen Schlüssel? Wer zahlt den Schaden, und welche Verhaltensregeln gelten?

Ist der Schlüssel weg, muss zuallererst die Kasko-Versicherung informiert werden. Selbst dann, wenn die Fahrt mit dem Zweitschlüssel weitergeht.

Das Fahrzeug könnte mit dem verlorenen oder gestohlenen Türöffner ja wenig später entwendet oder ausgeräumt werden. In diesem Fall riskieren Autobesitzer aufgrund grober Fahrlässigkeit Abstriche bei der Entschädigung. Die Autoschlüssel selbst sind übrigens nicht versicherbar, die Kosten für den Ersatzschlüssel werden aber von einigen Gesellschaften bezahlt.

Ist soweit alles geklärt, führt der nächste Gang in den Kfz-Meisterbetrieb oder zu einem ausgewählten Schlüsseldienst. Die sorgen für Ersatz.

Schlüssel für moderne Fahrzeuge ohne und mit Fernbedienung müssen beim Autobauer geordert und in der Werkstatt neu codiert werden. Das dauert maximal zwei Tage und kostet je nach Hersteller und Aufwand 100 bis 250 Euro. Hinzu kommt der Preis für das Programmieren des Zweitschlüssels. promotor

Artikel 10 von 10