Das Herzstück im E-Motor ist aus Kupfer

von Redaktion

Dem roten Metall kommt bei der E-Mobilität eine besondere Rolle zu

E-Mobilität ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Die Reichweiten reiner Elektrofahrzeuge verbessern sich, und Hybridfahrzeuge sind eine zunehmend attraktive Alternative zum reinen „Stromer“ und zum reinen benzin- oder dieselgetriebenen Fahrzeug. Zugleich wird das Netz an E-Tankstellen immer besser ausgebaut. Und wer eine Fotovoltaikanlage auf dem Hausdach besitzt, der kann seine eigene E-Tankstelle zu Hause einrichten und die Quote des PV-Strom-Eigenverbrauchs verbessern. Ein wichtiger Faktor für den Fortschritt der sauberen E-Mobilität ist der Werkstoff Kupfer. Denn überall wo Strom erzeugt, geleitet oder in Kraft umgewandelt wird, spielt das rote Metall eine Hauptrolle.

Das Herzstück von Elektromotoren ist die Wicklung aus Kupferdraht. Elektrofahrzeuge haben daher einen deutlich höheren Kupferanteil als solche mit konventionellem Verbrennungsmotor. Laut dem Deutschen Kupferinstitut enthält ein herkömmliches Auto aktuell rund 25 Kilogramm Kupfer und Kupferlegierungen. Bei einem Hybridfahrzeug sind es im Schnitt bereits über 43 Kilogramm, beim reinen E-Auto knapp 70 Kilogramm. Den größten Kupfer-Hunger haben Plug-in-Hybride mit durchschnittlich mehr als 73 Kilogramm. Mehr Infos zur Rolle von Kupfer bei den Erneuerbaren Energien und der E-Mobilität unter www.copperalliance.de.

Doch Kupfer spielt nicht nur in der Antriebstechnologie eine wichtige Rolle. Bei elektrifizierten Fahrzeugen kommen neue Komponenten hinzu, zum Beispiel ein Hochvoltbordnetz, die Leistungselektronik und der Speicher für die Antriebsenergie.

Die Lithium-Ionen-Akkumulatoren beispielsweise bestehen zu rund 18 Prozent aus Kupfer, da immer eine Kathode aus Aluminium und eine Anode aus Kupfer zum Einsatz kommt.

Eine Verknappung von Kupfer ist auch bei einem weitgehenden Umstieg auf E-Fahrzeuge nicht zu befürchten.

Laut der United States Geological Survey liegen die zu heutigen Preisen und mit heutiger Technologie wirtschaftlich zu gewinnenden Kupferreserven bei rund 680 Millionen Tonnen.

Rechnet man das Kupfer hinzu, das aktuell nur mit höherem wirtschaftlichem Aufwand zu gewinnen wäre, belaufen sich die Reserven sogar auf rund 3000 Millionen Tonnen.

Wiederverwertung

endlos möglich

Kupfer und Kupferlegierungen lassen sich endlos und ohne Qualitätsverluste recyceln.

Die Wiederverwertung, auch als „Urban Mining“ bezeichnet, ist in Deutschland bereits die wichtigste Kupferquelle: Der Anteil von Recycling-Kupfer liegt bereits nahe 50 Prozent.djd

Artikel 7 von 10