Das Inntal – schon seit altersher zog die landschaftlich reizvolle Region Menschen an. Geprägt ist das Tal von dem einst mächtigen eiszeitlichen Inn-Gletscher. Nach dem Austritt aus den Alpen in Fischbach hat der Gletscher das Rosenheimer Becken ausgehoben und an dessen Rand hohe Endmoränen hinterlassen.
War der Inn in früheren Zeit die „Hauptverkehrsader“, so sind es heute die Autobahn und die Bahnstrecke. Heute erweist sich das Inntal als überaus prosperierende Region: Wie Wolfgang Janhsen, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Rosenheim, im Gespräch mit den OVB Heimatzeitungen ausführt, sind derzeit 4000 Unternehmen (ohne Handwerk und freie Berufe) im Inntal ansässig – von großen Industrieunternehmen bis hin zu traditionsreichen Familienbetrieben.
Die Wirtschaftszweige gliedern sich folgendermaßen auf: Der Anteil der Industrie und des produzierenden Gewerbes liegt bei 14 Prozent, den höchsten Anteil hält der Handel mit 32 Prozent, gefolgt von Dienstleistungen mit 27 Prozent, Verkehr und Logistik sind mit sieben Prozent verzeichnet, der touristische Bereich mit zwölf.
Der Anteil von Unternehmen, die sich fachspezifisch mit Medien, Information und Kommunikation befassen liegt, laut IHK Rosenheim, bei acht Prozent.
Eine insgesamt auf den Landkreis bezogene IHK-Standortumfrage sei auch für die Region Inntal beispielgebend, wie die Fachberater der Wirtschaftsförderstelle des Landratsamtes ausführen.
Die Wirtschaftsförderstelle informiert Existenzgründer und Unternehmer zu Förderprogrammen und allgemeinen Fragen.
Um herauszufinden, wo die heimischen Betriebe Stärken und Schwächen sehen, wurde in einer repräsentativen Stichprobe im Zeitraum Februar/März 2017 Unternehmen aus ganz Oberbayern befragt, 150 Betriebe aus dem Landkreis Rosenheim, auch aus dem Inntal, waren beteiligt.
Für 44 Standortfaktoren in den Kategorien Infrastruktur, Arbeitsmarkt/Fachkräfte, Standortkosten, Unternehmensumfeld/Marktpotenzial/Netzwerke, Attraktivität des allgemeinen Umfelds und Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung gaben sie jeweils ihre individuelle Bedeutung und Zufriedenheit an.
„Die gegebene Gesamtnote zwei ist durchaus auf die Wirtschaftsregion Inntal übertragbar“, so Bettina Moser, Wirtschaftsförderin in der Wirtschaftsförderstelle des Landratsamtes Rosenheim .
Dennoch gibt es auch Mängel: Angemahnt wird von den Unternehmern der Abbau von Bürokratie in den Verwaltungen sowie dringend der Ausbau der Breitbandversorgung – insbesondere in den Gewerbegebieten.
Zudem brauche es mehr Fachkräfte. Hier seien aber auch die Betriebe gefragt, indem sie sich als attraktive Arbeitgeber positionieren, heißt es in der Analyse.ge