Geisterfahrer – der Spuk von vorn

von Redaktion

2200 Falschfahrermeldungen im vergangenen Jahr

„Neunkirchen, A8: Achtung, Ihnen kommt ein Falschfahrer entgegen. Nicht überholen! Vorsicht auf beiden Richtungsfahrbahnen. Wir melden, wenn die Gefahr vorüber ist.“ Nachrichten wie diese treiben Autofahrern den Schweiß auf die Stirn.

Rund 2200 davon meldete der Verkehrsfunk allein im vergangenen Jahr. Horrormeldungen, die tödlich enden können. Zwölf Menschen verloren 2016 dabei ihr Leben. Die Auswertung der Falschfahrermeldungen durch den ADAC zeigt: Die Gefahr besteht besonders in den Sommermonaten und an Wochenenden, zwischen 22 und 5 Uhr morgens. Gründe für den Spuk gibt es viele: schlechte Sicht, ungenügende Beschilderung, missverständliche Verkehrsführung in den Auffahrten, aber auch menschliches Versagen oder Fehlverhalten.

So nutzten vor ein paar Wochen nach einem Unfall auf der A 10 über 20 Autos und ein Lkw die Rettungsgasse als Geisterfahrer, um dem Stau auszuweichen.

Richtlinien, Sicherheitsüberprüfungen, Pilotanlagen, Forschungsvorhaben, Vorschläge und Vorbilder für bauliche und technische Lösungen gibt es einige.

Das Einmaleins

im Notfall

Den Verkehrsfunk einschalten. Er warnt und gibt Entwarnung.

Das Tempo drosseln und die Warnblinkanlage einschalten.

Rechts fahren. Der Seitenstreifen bleibt für Rettungsfahrzeuge frei.

Keinesfalls überholen und ausreichend Sicherheitsabstand halten.

Wer sich unsicher fühlt, steuert die nächste Ausfahrt oder einen Rastplatz an und wartet auf Entwarnung.

Hilfe, der

Geisterfahrer bin ich!

Licht und Warnblinklicht einschalten.

Keinesfalls wenden oder rückwärts fahren!

Das Tempo reduzieren und ganz rechts an der Leitplanke halten.

Die Polizei unter der 110 mit den genauen Daten zum Auto und dem Standort informieren.

Warnweste überstreifen, aussteigen und hinter der Leitplanke auf Hilfe warten.

promotor

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