„Ich will bei der Müllabfuhr arbeiten, da muss ich nur alle 14 Tage einen Tag aufstehen und was tun“ – Diesen Spruch kennen Entsorgungsmitarbeiter. So lustig er sein mag, so falsch ist er!
Der Tag eines Müllwerkers Tag beginnt morgens um 6 Uhr, egal wie das Wetter und die Straßenverhältnisse sind sowie unabhängig davon, ob die Berufspendler im Stau stecken oder nicht. „Wir fahren zu unseren Bürgerinnen und Bürgern, denn sie erwarten zu Recht die Leerung ihrer Restmülltonnen. Zwei Wochen später stehen wir wieder an der gleichen Mülltonne, in der Regel am selben Wochentag. Manch einer soll sogar seine Uhr nach uns stellen“, so berichten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Abfallwirtschaft im Landkreis Rosenheim. In den 14 Tagen dazwischen stehen unzählige Müll- und Altpapiertonnen sowie gewerbliche Müllgroßbehälter auf ihrem Weg. Jede einzelne will gefunden, ordentlich geleert und wieder zurückgestellt werden. Egal ob in einer Stadt 15 bis 20 Behälter an einem Sammelplatz stehen oder eine einzelne Tonne an einem abgelegenen Gehöft.
Täglich sind durchschnittlich über 20 Müllfahrzeuge im Einsatz. Damit fahren die Müllwerker den Landkreis (mit Ausnahme der Stadt Wasserburg) nach Gemeinden und Städtebereichen ab. Am Ende des Tages soll keine einzige Tonne vergessen sein.
Es ist unmöglich, die notwendigen Tourenkenntnisse innerhalb von zwei Wochen zu erlernen. Möglich ist das nur, wenn man sich auf jeder Tagestour Ortskenntnisse aneignet und sich diese mit Orientierungssinn einprägt.
Entsorgung der
42 Wertstoffhöfe
Die tägliche Arbeit beschränkt sich aber nicht auf die Leerung von Mülltonnen und die Abfuhr des Hausmülls. Containerfahrer kümmern sich um die Entsorgung der 42 Wertstoffhöfe im Landkreis Rosenheim. „Dabei verwenden wir überwiegend Abrollcontainer und Absetzmulden. Seit neuestem tauschen wir die Container nicht mehr aus. Stattdessen werden sie vor Ort ausgebaggert. Wir setzen dafür Abrollcontainerfahrzeuge mit Recyclingkran und große 36 Kubikmeter-Container samt Anhänger ein.“
Andere Containerfahrer befördern Gefahrgut aus den Wertstoffhöfen, beziehungsweise sind im Umweltmobil-Team integriert und holen zwei Mal im Jahr die gefährlichen Abfälle der Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden ab.
Um Müllwerker oder Müllwerkerin werden zu können, sind eine abgeschlossene Ausbildung in einem Handwerksberuf, die Fahrerlaubnis der Klassen B und CE, körperliche Belastbarkeit sowie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Teamfähigkeit notwendig. Wenn ein Bewerber oder eine Bewerberin die Klasse CE nicht vorweisen kann, besteht die Möglichkeit einer finanziellen Förderung durch den Landkreis Rosenheim für den Erwerb der Fahrerlaubnis CE nach der Einstellung.
Geboten werden darüber hinaus intensive Schulungsmaßnahmen, hervorragende Arbeitsbedingungen, Aussicht auf eine langjährige berufliche Laufbahn und eine Bezahlung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).
Bewerbungen nimmt das Sachgebiet Abfallwirtschaft im Landratsamt Rosenheim in der Wittelsbacherstraße 53 in 83022 Rosenheim entgegen. Bewerbungsunterlagen können auch zum Tag der offenen Tür am 30. September mitgebracht werden. Dort besteht die Möglichkeit, das Team näher kennenzulernen und sich zu informieren.