Das Bayerische Wirtschaftsministerium, der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) sowie die Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern (HWK) haben die Kampagne „Ausbildung macht Elternstolz“ 2015 ins Leben gerufen, um auf die vielfältigen Chancen der beruflichen Bildung aufmerksam zu machen.
Beitrag zur Wertschätzung der Ausbildung
„Es zeigt sich jetzt: ‚Elternstolz‘ ist ein voller Erfolg. Wir haben mit der Kampagne viele Menschen in Bayern erreicht und konnten die Wertschätzung der beruflichen Ausbildung weiter steigern“, so Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Die Ministerin weiter: „Eine gute Berufsausbildung ist einem Studienabschluss mindestens gleichwertig. Darauf haben wir in den vergangenen beiden Jahren erfolgreich hingewiesen und dabei gezielt die Eltern als wichtige Ratgeber ihrer Kinder in den Blick genommen. Trotzdem werden auch zu Beginn dieses Ausbildungsjahres wieder zahlreiche Lehrstellen unbesetzt bleiben. Deswegen werden wir das Thema weiterhin mit Nachdruck verfolgen und deswegen die Elternstolz-Kampagne im Herbst fortsetzen.“
Duale Ausbildung als Erfolgsgarant
BIHK-Präsident Eberhard Sasse: „Die duale Ausbildung ist eins der größten Erfolgsgeheimnisse unserer Zeit. Es gibt keinen besseren Start ins Berufsleben. Durch unsere Kampagne ist diese klare Botschaft dort angekommen, wo sie hingehört – bei den Eltern und Schülern. Für unsere Betriebe, in denen dieses Jahr bayernweit wieder Tausende Lehrstellen unbesetzt bleiben werden, ist dies das wichtigste Ergebnis. Wir freuen uns auf die Fortsetzung der erfolgreichen Kampagne.“
Alternative zu akademischer Laufbahn
Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern Franz Xaver Peteranderl erklärt: „Mit der Kampagne Elternstolz zeigen wir, dass die duale Berufsausbildung eine echte und durchaus lukrative Alternative zu einer akademischen Laufbahn ist. Mit einer Berufsausbildung bekommt gerade im Handwerk jeder die Chance, gemäß seinen individuellen und persönlichen Neigungen und Fähigkeiten erfolgreich ins Berufsleben zu starten. Die Kampagne ist im Zusammenspiel mit der Imagekampagne und den anderen Nachwuchskampagnen des Handwerks offensichtlich erfolgreich, der Abwärtstrend bei den neuen Lehrverträgen konnte gestoppt und sogar leicht umgekehrt werden. Bei der Suche nach Berufsnachwuchs bemüht sich das Handwerk im Übrigen um alle Jugendlichen. 2016 sind im bayerischen Handwerk junge Menschen aus rund 120 Nationen ausgebildet worden.“
Die Elternstolz-Kampagne erzählt von Eltern und ihren Kindern und deren Weg zu einer Ausbildung. Jeder hat andere Voraussetzungen und Vorstellungen und dennoch haben alle letzten Endes eine Ausbildung gefunden, mit der sie glücklich sind.
Die Geschichten sind tröstend, wenn man als Elternteil oder Schüler in der Ausbildungssuche selbst gerade in der Situation ist, denn sie verdeutlichen: Es geht fast allen so. Vielleicht wird ja die ein oder andere Ausbildung vorgestellt, an die man selbst noch nicht gedacht hat?
Hier werden keine Musterfamilien und Musterkarrieregänge vorgestellt, sondern auch Argumente für eine Ausbildung geliefert. Was spricht dafür? Die Nähe zur Familie ist mit 16 Jahren oftmals noch sinnvoll. Sicherheit ist für die berufliche Zukunft entscheidend. Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es nach der Ausbildung? Auch wenn dieser Punkt noch weit entfernt liegt, sollte man den Punkt Karriere nicht außer Acht lassen. Freigeister lieben Selbstbestimmung. Doch nicht jede Ausbildung ermöglicht ein selbstbestimmtes Arbeiten. Wer nicht zu viel Zeit mit der Theorie verbringen will, der sollte eine Ausbildung wählen, in der sich Theorie und Praxis abwechseln.
Neben hilfreichen Argumenten für die Ausbildung bietet die Kampagne einen Ratgeber, um Diskussionen vorzubeugen. Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind, doch diese fühlen sich oft unverstanden oder in eine Richtung gedrängt, die sie sich nicht vorstellen können. Der Berufsfindungsprozess verursacht in den Familien gerne Streit. Damit es nicht so weit kommt, gibt der Ratgeber Hilfestellungen, mit denen die Eltern ihre eigene Argumentation hinterfragen sollten und Tipps erhalten, wie sie es schaffen, mit ihrem Kind weiterhin im Gespräch zu bleiben.
Der Berufe-Checker klopft die Eckpunkte ab, die einem für den Traumberuf wichtig sind und liefert damit auch eine erste Orientierungshilfe bei der Berufswahl.
Informationen zur Kampagne „Ausbildung macht Elternstolz“ und weiterführende Links wie zum Beispiel zur Lehrstellenbörse bekommt man auf www.elternstolz.de.