Egal ob Chef, Kunde, Kollege oder Praktikant – das Geheimnis erfolgreicher Zusammenarbeit und eines angenehmen Arbeitsklimas liegt in der Kommunikation. Gute Kommunikation macht nicht nur gute Laune. Sie optimiert Arbeitsprozesse, beugt Missverständnissen vor, zeigt Wertschätzung und erhöht die Leistungsbereitschaft.
Im Gegensatz zum Privatleben kann man sich im Job nicht immer aussuchen, mit wem man sich unterhält. Umso wichtiger ist ein respektvoller und freundlicher Umgang mit den Kollegen, Vorgesetzten und Kunden.
Wer sich hier an die „Goldene Regel“ hält, kann wenig falsch machen. „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst“ besagt dieser älteste Grundsatz des menschlichen Miteinanders. Die meisten Diskussionen, Mitarbeitergespräche oder Team-Meetings würden wohl wesentlich effektiver verlaufen, wenn alle Beteiligten diesen Grundsatz beherzigten. Hier sind weitere Geheimnisse guter Kommunikation:
Zuhören können
Kommunizieren ist nicht gleichzusetzen mit reden. Das Entscheidende bei einem Gespräch ist die Fähigkeit, seinem Gesprächspartner aufmerksam zuhören zu können. Das ist nicht nur höflich, sondern bringt ihnen bei wichtigen beruflichen Gesprächen auch echte Vorteile: Denn so sammelt man wertvolle Informationen, die man im Verlauf der Unterhaltung selber aufgreifen und für sich nutzen kann. Außerdem ist man in der Lage, sich besser auf das Gegenüber und seine Intentionen einzustellen und dadurch die richtigen Argumente zu wählen.
Indem man Kernaussagen mit seinen eigenen Worten wiederholt („Sie meinen also, dass…“, „Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann…“) zeigt man, dass man sich voll und ganz auf das Gesagte konzentriert hat und vermeidet Missverständnisse in der Kommunikation. Die perfekte Mischung für ein Gespräch ist übrigens 50/50 – reden und zuhören.
Bewusst auch ohne Worte sprechen
Menschen kommunizieren immer, sobald sie sich in Gesellschaft befinden. Auch wenn man sich nicht unterhält, sendet man Signale – durch Mimik, Gestik und Körpersprache. Oft ist man sich dessen gar nicht bewusst. Vor der Brust verschränkte Arme, eine gerunzelte Stirn, fehlender Blickkontakt – und schon wird man von den Kollegen als unfreundlicher Miesepeter abgestempelt. Deshalb sollte man auf ein offenes Gesicht und offene Haltung achten, wenn man anderen begegnet. Und ab und zu freundlich lächeln!
Authentisch bleiben
Gerade in Gesprächen mit Kunden oder Vorgesetzten ist man bestrebt, einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen. Dann ist die Gefahr groß, dass man in eine Rolle schlüpft, um sich besonders schlagfertig, wissend oder kompetent zu geben. Einen Oscar gewinnt man damit nicht, auch keine Sympathien. Wer krampfhaft versucht, zu gefallen, wird schnell entlarvt. Es ist besser, authentisch zu bleiben, indem man seine Ansichten vertritt und immer in der Ich-Form redet, über Witze lacht, die man wirklich lustig findet und die Unterhaltung als Austausch gleichberechtigter Gesprächspartner wahrnimmt.
Wertschätzung zeigen
Gute Kommunikation verlangt ganze Aufmerksamkeit. Man sollte sich also zu 100 Prozent auf seinen Gesprächspartner konzentrieren und sich nicht von E-Mails, Telefonklingeln oder Zwischenrufen anderer Kollegen ablenken lassen. Während des Gesprächs schaut man dem Gegenüber in die Augen, und nicht auf den Bildschirm des PCs oder auf das Handy. Man stellt Rückfragen und lässt den anderen stets ausreden.
Nur so vermittelt man Interesse und Wertschätzung. Achten sollte man auch darauf, dass man sich auf Augenhöhe unterhält – im wahrsten Sinne des Wortes: also nicht sitzen bleiben, während der Gesprächspartner steht oder anders herum.
Sachlich bleiben
Während man im Privatleben seinen Emotionen freien Lauf lassen kann, sollte man bei Gesprächen mit Vorgesetzten, Kunden und Kollegen unbedingt sachlich bleiben. Das ist nicht immer einfach, vor allem wenn die Diskussion hitzig wird und Killerphrasen („Das haben wir schon immer so gemacht.“) oder verbale Attacken („Was wissen Sie schon davon?“) ins kommunikative Schlachtfeld geführt werden.
Meist stecken Wut oder Ärger dahinter. Statt ebenfalls gereizt zu reagieren, erkundigt man sich, wie die Frage gemeint ist. Mit einer ruhigen und vor allem sachlichen Reaktion nimmt man dem Stänkerer den Wind aus den Segeln und glättet die Wogen. Man sollte versuchen, das Gespräch von der emotionalen auf die Sachebene zu verlagern, indem man fragt: „Sie regen sich im Augenblick sehr auf. Um was geht es eigentlich?“
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