Probleme in der Ausbildung?

von Redaktion

Was tun, wenn die Ausbildung durch schwache Leistungen in der Berufsschule gefährdet ist? Wenn Schwierigkeiten am Arbeitsplatz die Lust an der Ausbildung nehmen oder private Probleme den Leistungseinsatz schmälern, droht manchmal sogar der Ausbildungsabbruch. Fast 17 Prozent aller Azubis in Bayern brechen die Ausbildung ab. Bevor es soweit kommt, sollte man professionelle Hilfe suchen und sich nicht darauf verlassen, es doch noch irgendwie hinzukriegen.

Ausbildungs-

begleitende Hilfen

Die Agenturen für Arbeit ermöglichen bei Problemen in der Ausbildung sogenannte „ausbildungsbegleitende Hilfen“, kurz abH. Dort lernen Azubis, wie sie mit ihrem Lernstoff umgehen müssen. Die Unterstützung ist kostenfrei, bietet Theorie und Praxis und individuelle Vorbereitung auf die Klassenprüfungen. Das unterrichtende Personal setzt sich aus erfahrenen Fachkräften wie Meister, Ausbilder und Lehrkräfte zusammen.

Den individuellen Förderunterricht in kleinen Gruppen zu maximal acht Schülern gibt es für sämtliche Fachrichtungen staatlich anerkannter Ausbildungsberufe, zudem für die Grundlagenfächer Mathematik, Deutsch, Englisch und Sozialkunde. Hier wird der Stoff der Berufsschule genau besprochen, werden Fragen und Aufgaben trainiert und es erfolgt eine gezielte Vorbereitung auf Prüfungen, damit aus der fünf oder sechs wieder eine drei oder sogar eine zwei wird.

Das Angebot der abH richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in einer betrieblichen Ausbildung befinden.

Aufgeben gilt nicht!

Der Weg zur abH ist einfach: Der Azubi erklärt bei seinem Berufsberater der Arbeitsagentur, dass er seine Probleme im sozialen, schulischen oder praktischen Bereich der Ausbildung lösen will, um den Ausbildungserfolg zu sichern oder einen drohenden Abbruch zu verhindern.

Die Berufsberatung prüft die Fördervoraussetzungen und anschließende Genehmigung der abH.

Weitere Informationen erhalten interessierte Auszubildende bei den Agenturen für Arbeit unter der Telefonnummer 0800/4555500.

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