von Redaktion

Der Bad Feilnbacher Apfelmarkt will auch heuer wieder seinem Ruf als ökologisch größter seiner Art in Bayern gerecht werden.

Vom 6. bis 8. Oktober stehen in Bad Feilnbach wieder regionale Produkte, Handwerk, Dienstleistung und Gewerbe, sowie ein umfangreiches Programm an kulturellen Schätzen im Mittelpunkt und machen das beschauliche Moor- und Naturheildorf am Wendelstein zum Anziehungsmagneten.

Zur offiziellen Eröffnung erwarten Bürgermeister Hans Hofer, Festwirtsfamilie Elisabeth und Manfred Kirner sowie Bad Feilnbachs Apfelkönigin „Elisabeth II.“ mit ihren Prinzessinnen die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energien und Technologien, Ilse Aigner, Landrat Wolfgang Berthaler sowie viele andere führende Vertreter aus Politik und regionaler Wirtschaft.

Den anfänglichen Höhepunkt zum Apfelmarkt macht der prächtige Festeinzug um 13 Uhr. Der Weg führt vom Rathaus zum Festplatz. Angeführt wird der Zug von der Musikkapelle Bad Feilnbach unter der Leitung von Stefan Kirchberger, gefolgt von Pferdekutschen mit prominenten Gästen besetzt sowie der Rosenheimer Gebirgsschützenkompanie.

Aushängeschild

der Region

Zum 26. Mal soll nach Meinung der Organisatoren vom Obst- und Gartenbauverein Feilnbach-Wiechs-Litzldorf, der Festwirtsfamilie Kirner sowie des Bad Feilnbacher Gewerbeverbandes „BDS“, der Apfelmarkt zum Aushängeschild der Region werden. Auch das vielfältige Handwerk und Kunsthandwerk, sowie Gewerbetreibende und Dienstleister schließen sich der Meinung an und sind am Apfelmarkt wieder gerne mit von der Partie.

Attraktionen zum Mit- machen und Genießen

Dabeisein werden heimische Gruppen aus Kultur und Brauchtum, wie etwa Kinder- und Jugendgruppen der vier gemeindlichen Trachtenvereine, Goaßlschnoizer, Alphornbläser und natürlich Blaskapellen aus dem Gemeindebereich und der Region.

Als Publikumsmagnet erweisen sich sicherlich wieder die historische Obstpresse vom Obst- und Gartenbauverein Au-Dettendorf, Matthias Höfers historischer Webstuhl, Dampf- und Dreschmaschinen, Fahrgeschäfte, der traditionelle Stand vom Fischereiverein Gemeinde Bad Feilnbach e.V. und einige andere Stammstanderl. Auch die Apfelpyramide mit Obst und Gemüse aus naturbelassenem Anbau ohne Spritzmittel darf nicht fehlen.

Grund zum Feiern trotz schlechter Ernte

Allerdings stellt der diesjährige Bad Feilnbach Apfelmarkt auch eine besondere Herausforderung an Gestaltung und Feilbieten heimischen Obstes dar. Wie in vielen Teilen Süddeutschlands, der Republik aber auch im benachbarten Ausland wie Tirol und Südtirol hinterließen Frost und Kälte während der Blühphase deutliche Spuren bei der Entwicklung von Fruchtansätzen und entsprechenden Erträgen.

Nachhaltig wirkten sich in den Monaten der Reife heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel, aber auch Hitze sowie orkanartige Stürme auf die erhofften Ernteergebnisse aus.

Nach derzeitiger Einschätzung von Obstanbauern, darunter vielen Kleinvermarktern, liegen die Ernteeinbußen bei gut 80 Prozent. Besonders hart getroffen hat es früh blühende Sorten an ungeschützten Standorten. Bei spät blühenden Sorten, die den ungewöhnlichen Minustemperaturen entgingen, ist das Ernteergebnis nur zufriedenstellend.

Allerdings sind sich alle Obstbauern aus der Region einig „Trotz Ernteeinbußen – unser Bad Feilnbacher Apfelmarkt findet statt!“.

Obst aus Bad Feilnbach und der Umgebung

Dafür bürgen die bisher gewonnenen Produkte des vorhandenen Obstes wie Marmeladen, Obst- und Apfelessig sowie Schnäpse und Liköre. Auch das Angebot an Äpfel und Birnen stammt ausschließlich aus dem Bad Feilnbacher Gemeindegebiet und der umliegenden Region. Schmecken wird auch frischgepresster Apfelsaft, Federweißer und Most aus heimischem Obst, das derzeit mit viel Mühe und beherztem Engagement aus der Region, auch außerhalb der Bad Feilnbacher Gemeindegrenzen zusammengetragen wird.

Der Apfelmarkt ist wegen seiner Produkte wie Honig, Holzofenbroten, Geräuchertes, Schafwollerzeugnissen und wegen der Handwerkskünste von Korbmachern, Rechenmacher, Federkielsticker, Hirschhornschnitzer, Schnitzern und anderem Kunstgewerbe bei den Besuchern beliebt. Aber auch Obstbäume, Pflanzen sowie Gemüse, natürlich aus heimischem und biologischem Anbau, Trachten, Schmuck, verschiedenste kulinarische Schmankerl in den Zelten und davor locken die Gäste von nah und fern.

Es lohnt sich also, am Wochenende nach Bad Feilnbach zu kommen und über den Markt zu flanieren. Oder im Gewerbezelt vorbeizu schauen. Hier ist der Gewerbeverband mit einer informativen Ausstellung zum heimischen und regionalen Gewerbe, Handwerk, Dienstleistung und Handel vertreten. pes

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