• Die 30- bis 39-Jährigen sehnen sich nach einem behaglichen „Nestgefühl“ (88 Prozent)
• „Zuhause ist dort, wo unsere Liebsten sind“, finden 67 Prozent der Deutschen
• Die Generation 50+ will sich zu Hause in erster Linie wohlfühlen (62 Prozent)
Das sind in Kürze die wichtigsten Ergebnisse einer neuen Studie zum Wohnen.
Nur wer sich geborgen fühlt, kann auftanken, findet die Kraft, seine Träume zu verwirklichen und den Herausforderungen des Alltags standzuhalten – um letztendlich glücklich zu sein. Und wo sind wir sicher, beschützt und ganz privat? In den eigenen vier Wänden, in denen wir den Takt vorgeben und liebgewordene Freunde treffen. So sehen es jedenfalls die meisten Deutschen. Das ergab eine repräsentative Verbraucherumfrage, die das Wohnungsunternehmen Vonovia bei TNS-Emnid in Auftrag gegeben hat.
Familiennest
So ist der Wunsch nach einem behaglichen „Nestgefühl“ bei den 30- bis 39-Jährigen am stärksten. Denn in dieser Altersspanne steht bei sehr vielen Menschen die Familiengründung im Fokus. Wenn Paare heiraten und Kinder bekommen, erhalten die eigenen vier Wände noch einmal eine ganz neue Bedeutung und avancieren zum Lebensmittelpunkt. Dabei sind junge Familien gern bereit, auf Komfort zu verzichten: 55 Prozent stellen den Wohlfühlaspekt hinten an und fühlen sich in erster Linie dort zu Hause, wo ihre Liebsten sind.
Sich sicher fühlen
Vertraute Menschen rangieren auch bei den ganz jungen Leuten im Alter von 14 bis 29 Jahren ganz oben. Trotz Pubertät, Freiheitsdrang und Lust auf Abenteuer ist ihnen das „Zuhause“ wichtig. Für 78 Prozent dieser Gruppe ist ihre Heimat dort, wo sie sich wohlfühlen und wo sie Gleichgesinnte treffen. Erstaunlich: Trotz der stark wachsenden Mobilität sagen nur neun Prozent: „Zu Hause ist dort, wo ich mich aufhalte, auch wenn ich unterwegs bin.“
Kuschelmomente
Behaglichkeit steht auch bei den 40- bis 49-Jährigen hoch im Kurs. Knapp die Hälfte fühlt sich dort heimisch, wo es bequem und wohltuend ist. Die Kinder sind überwiegend groß oder aus dem Haus, und Gemütlichkeit nimmt einen höheren Stellenwert ein.
Dennoch spielen die liebsten Menschen mit 73 Prozent immer noch die entscheidende Rolle, um rundherum zufrieden zu sein. Interessant ist allerdings, dass in dieser Altersgruppe für gut ein Viertel der Befragten der Geburtsort zum Heimatgefühl dazugehört.
Bequeme
Alte
Das gilt noch stärker für die Generation 50+. Im Alter von 50 bis 59 Jahren wandelt sich die Priorität. Behaglichkeit, Seele baumeln lassen und Privatheit nehmen mehr Raum ein. Sie sind gesetzt und wollen das Leben genießen. Für 62 Prozent der 50- bis 59-Jährigen steht deshalb das Wohlfühlen ganz oben auf der Prioritäten-Skala. Dennoch wünschen sich auch hier mehr als die Hälfte (58 Prozent) Menschen in ihrem Umfeld, die ihnen lieb und teuer sind. 40 Prozent identifizieren Zufriedenheit aber auch mit der Wohnung und empfinden diese als ihr „Zuhause“.
Dieses Gefühl nimmt bei den älteren Menschen ab 60 Jahren noch einmal zu. Oft leben sie schon jahrzehntelang im gleichen Haus, haben eine feste Beziehung zum Wohnort aufgebaut und sind mit ihm fest verwurzelt.
Wohnen mit Emotionen
Auch wenn das Thema „Zuhause“ für alle Menschen mit Emotionen verknüpft ist, scheint es den Frauen mehr am Herzen zu liegen als den Männern. Während sich 71 Prozent der weiblichen Befragten erst heimisch fühlen, wenn sie ihre Liebsten um sich scharen können, empfinden das nur 64 Prozent der männlichen Deutschen. Auch die Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden scheint eher ein weibliches Thema zu sein.
Schicke Möbel, hübsche Dekorationen und sich mit Dingen zu umgeben, die das Leben schön machen, scheint nur für gut die Hälfte der Herren ein Indiz für heimelige Empfindungen zu sein.
Schüler wollen chillen
Unterschiede gibt es bei der Bildung: Während Menschen mit Abitur- oder Universitätsabschluss (78 Prozent) und mittlerer Bildung (73 Prozent) großen Wert auf vertraute Menschen legen, gehören die Liebsten bei Befragten mit Hauptschule nur für 55 Prozent zu ihrer Vorstellung von einem Zuhause. Was sicherlich nicht zuletzt daran liegt, dass die Menschen aus bildungsnahen Familien mehr Möglichkeiten und auch die finanziellen Mittel haben, um ihr Leben nach ihren Wünschen einzurichten. Wichtig für Schüler: Für 78 Prozent ist Chillen und gemütliches Relaxen oberstes Gebot, um sich heimisch zu fühlen.
Gemeinschaft zählt
Gemeinschaft, Nähe, Liebe und Sicherheit sind die Stützpfeiler seelischer und auch körperlicher Gesundheit. Je stabiler diese Bedürfnisse erfüllt sind, desto mehr fühlen wir uns geborgen und haben das Gefühl angekommen, also zu Hause zu sein.