Asiatischer Moschusbockkäfer bereitet Sorgen

von Redaktion

Große Sorgen bereitete vielen Gärtnern in Rosenheim und Kolbermoor heuer der Asiatische Moschusbockkäfer. Das sechsbeinige Insekt aus China wurde in Deutschland im Jahr 2011 zum ersten Mal entdeckt, eingeschleppt wohl durch Verpackungsholz. Franz Dassow musste bereits alleine in Kolbermoor 25 befallene Bäume fällen, betroffen vor allem Kernobst wie Zwetschgen, Kirschen oder Aprikosen. Weitere 49 befallene Bäume müssen noch im November und Dezember entfernt werden.

Der Käfer legt seine Eier in Rindenspalten. Die daraus schlüpfenden Larven fressen zunächst unter der Rinde und nagen später dann breite Gänge tief in den Holzkörper, um sich dort zu verpuppen.

Während der Entwicklungsdauer von rund zwei bis drei Jahren wirft die Larve Bohrspäne aus. Nach der Verpuppung schlüpft der Käfer – etwa ab Mai – durch ein Ausbohr-Loch. Durch die massiven Gänge im Holz können Pilze und Bakterien eindringen. Bei starkem Befall durch den Käfer stirbt der Baum ab.

Jeder Fund muss der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft gemeldet werden.

Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurden heuer bereits 5000 Gärten inspiziert und in Kolbermoor und Rosenheim Quarantänezonen eingerichtet. Fachleute gehen davon aus, dass der Asiatische Moschusbockkäfer wohl noch einige Jahre für Probleme im Raum Rosenheim und Kolbermoor sorgen wird. wu

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