von Redaktion

Die Natur liegt ihm am Herzen: 30 Jahre lang hat Franz Dassow Gärten und Grünanlagen in Rosenheim und Umgebung geplant, gebaut und gepflegt. Jetzt übergibt er den Betrieb in die Hände seines Bauleiters Josef Rottmoser.

Lange Zeit dienten Gärten hauptsächlich zum Anbau von Obst und Gemüse. Dann begann die Freizeit eine immer wichtigere Rolle im Leben der Menschen zu spielen. Franz Dassow hat den Weg vom Nutzgarten zur Wohlfühloase hautnah miterlebt. Vor 30 Jahren gründete der ehemalige Baukontrolleur seine Gartenbaufirma. „Bei Baukontrollen geht es um Vorschriften. Ich aber wollte kreativ sein“, erklärt der Rosenheimer mit der „großen Gärtnerseele“ diesen Schritt.

Zuerst hat er den Gartenbau als Nebenerwerb betrieben. Sein Wissen dafür hat er sich durch den Besuch zahlreicher Kurse angeeignet. Schließlich legte er die Meisterprüfung ab, kündigte seinen alten Beruf und widmete sich von da an mit ganzer Kraft dem Aufbau seiner Firma. Ein mutiger Schritt, denn zu dieser Zeit war es in weiten Kreisen noch nicht üblich, sich Hilfe und Unterstützung bei der Anlage und Pflege von Gärten zu holen.

Das Wagnis hat sich gelohnt. Heute wird Franz Dassow von acht Mitarbeitern bei der Arbeit unterstützt. Das eingespielte Team besteht aus Gärtnermeister, Landschaftsgärtnermeister, Gärtnern und einer Bürokraft. Bekannt ist der Betrieb für seine hohe Professionalität ebenso wie für Zuverlässigkeit, Freundlichkeit und Sauberkeit.

Seit drei Jahrzehnten als Experte im Einsatz

Zu den Kunden zählen Privatleute ebenso wie Firmen, Schulen, Kindergärten und die Stadtverwaltung. Franz Dassow hat mit seinem Schaffen in den vergangenen drei Jahrzehnten Rosenheim bunter und schöner gemacht. Besonders stolz ist er auf seinen Einsatz in der Mackert-Allee, angelegt unter dem früheren Stadtbaumeister Georg Mackert zwischen den Jahren 1849 bis 1904. Nach und nach wurden die Bäume in den vergangenen Jahrzehnten bedingt durch ihr hohes Alter krank und damit anfällig für Wind und Sturm. Zuständig für die Baumfällung war Franz Dassow. Was ihm aber noch viel wichtiger ist: Er hat in den vergangenen Jahren dort auch wieder 400 neue Bäume gepflanzt. „Überhaupt habe ich in den 30 Jahren meines Schaffens viel, viel mehr Bäume gepflanzt als gefällt“, freut sich Franz Dassow. Er ist eben Naturliebhaber.

Darum engagiert er sich in seiner Freizeit zusätzlich seit vielen Jahren als Naturschutzwächter. Deren Aufgabe: In den Schutzgebieten durch Aufklärung und Beratung die Achtsamkeit für den Naturschutz zu wecken. Für dieses ehrenamtliche Engagement wurde Dassow im Jahr 2011 von Bayerns Umweltminister Söder mit dem Naturschutzpreis „Grüner Engel“ ausgezeichnet.

In der Region engagiert

Der Rosenheimer setzt sich aber nicht nur für das Wohl der Natur ein. Auch die Menschen sind ihm wichtig. Einige Beispiele dafür: Nach der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2013 beteiligte er sich zusammen mit seinen Mitarbeitern unentgeltlich an den Aufräumarbeiten.

Als er im Garten eines Kindergartens einen kranken Baum entfernen musste, wandelte er diesen zur bequemen Sitzgelegenheit für die Mädchen und Buben um. Auch ein Altenheim bekam von ihm Rosen- und Lavendelbeete gestiftet. Für Franz Dassow ist soziales Engagement eine Selbstverständlichkeit: „Als gebürtiger Rosenheimer liegen mir die Stadt und ihre Bewohner eben am Herzen.“

Drei Jahrzehnte lang sah Franz Dassow seine Aufgabe vor allem darin, die Stadt grüner zu machen und damit für die Bewohner Orte zum Wohlfühlen und Entspannen zu schaffen. Jetzt wünscht er sich auch für selbst mehr Zeit in seinem eigenen, idyllisch gestalteten Garten. Darum hat er sich entschieden, seinen Betrieb zu übergeben.

Zukunft des

Betriebs gesichert

Josef Rottmoser ist für die vielen treuen Stammkunden des Unternehmens kein Unbekannter. Seit vielen Jahren gehört er bereits zum Team der Gartenbaufirma Dassow, seit zwei Jahren ist er Bauleiter. Er will die Arbeit im Sinne von Franz Dassow weiter fortführen und dieser wird dem Unternehmen auch in Zukunft nicht ganz den Rücken zu wenden: „Ich stehe natürlich weiter gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.“ wu

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