Farimah: „Freiheit mit dem Leben bezahlt“

von Redaktion

Blumen und Kerzen vor dem Supermarkt: Am Tatort in Prien geht niemand unberührt vorbei. Foto dpa

Auch 2017 kommt es in der Region zu einigen Gewaltverbrechen, die für Trauer, Fassungslosigkeit und Entsetzen sorgen. In Prien fällt Farimah S. (38) beim Einkaufen einem brutalen Mord zum Opfer. Die Übersetzerin aus Afghanistan wird von einem Landsmann erstochen, als sie an einem Samstag im Mai mit ihren Kindern aus dem Lidl-Markt kommt. Der Täter (29) ist ein Asylbewerber mit Duldungsstatus, wohnhaft in Prien. Das Opfer kannte den Mann, stand aber in keiner Beziehung zu ihm. „Es ist genau das passiert, wovor wir alle Angst hatten“, betont der evangelische Seelsorger Karl-Friedrich Wackerbarth in seiner Trauerrede bei der Beerdigung: „Ein Mord, der Vorurteile und Ängste schürt.“ Farimah S. war vom Islam zum Christentum konvertiert. „Sie hat auch ihr Recht auf Selbstbestimmtheit und Freiheit mit dem Leben bezahlt“, so Wackerbarth. ls

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