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Dr. Götz Brühl, Geschäftsführer Stadtwerke Rosenheim GmbH & Co. KG:
„Die Energieversorgung war in den letzten Jahren von vielen Emotionen geprägt und von wenig nüchternem Kalkül. Ein „Hype“ jagte den nächsten. Insgesamt haben wir Deutschen sehr viel Geld ausgegeben und relativ wenig CO2-Einsparung erreicht. Jetzt nehme ich eine sehr wichtige Veränderung wahr: Energie und Energiewende verlieren an öffentlicher Aufmerksamkeit. Bei der Bundestagswahl haben beide Themen keine Rolle gespielt. Daraus leite ich Hoffnungen ab:
• Weniger aufgebauschte und übertriebene Nachrichten, dafür mehr sachliche Abwägung in der öffentlichen und politischen Diskussion.
• Ein CO2-Mindestpreis als Schritt zu einer wirkungsvollen und EU-weiten Verminderung des CO2-Ausstoßes, als Zwischenschritt zu einem weiter entwickelten Emissionshandelssystem.
• Eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hinsichtlich einer besseren Finanzierung der laufenden Förderungen, im Wettbewerb fallender Preise und einer Beseitigung von Umgehungstatbeständen. Ein Schritt auf dem Weg zu der Erkenntnis, dass unsere Energieversorgung auch in fernerer Zukunft auf vielen Säulen aufbauen muss, um zuverlässig und bezahlbar zu bleiben.
In Rosenheim gehen 2018 neue Techniken ihrer Fertigstellung entgegen: Unser neues Kältenetz geht in Betrieb, unser größter Holzvergaser geht in den Regelbetrieb über und die Vorbereitungen zur Inselbetriebsfähigkeit des Rosenheimer Stromnetzes stehen vor dem Abschluss. re