„Wie halten Sie es mit der Umwelt?“ Das ist alle zwei Jahre Thema einer repräsentativen Befragung der Deutschen durch das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt. Die aktuellen Ergebnisse der „Umweltbewusstseinsstudie 2016“ wurden jetzt vorgestellt. Danach sind sich die Bundesbürger zum überwiegenden Teil bewusst, dass Umweltschutz eine Voraussetzung für wichtige Herausforderungen wie zum Beispiel die Globalisierung ist. „Die Idee der Nachhaltigkeit“, so Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, „ist in der Mitte der Bevöl-kerung angekommen. Für die große Mehrheit ist der Umweltschutz eines der großen Zukunftsthemen. Sie wollen eine ambitionierte Umweltpolitik.“
Ein Beleg für diese Einschätzung sind die Antworten der Studienteilnehmer auf die Frage nach zielführenden Lösungsansätzen in den Bereichen Umwelt-, So-zial- und Wirtschaftspolitik: Mit 69 Prozent halten die meisten der Befragten die Entwicklung neuer umweltfreundlicher Technologien für „sehr wichtig“. An zweiter Stelle (58 Prozent) wird der Umstieg von fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl und Erdgas auf erneuerbare Energien genannt – also das, was seit einigen Jahren als „Energiewende“ die Umweltschutzziele bestimmt.
Hürden zwischen
Idee und Umsetzung
Zwischen Idee und Umsetzung zeigen sich allerdings bisher noch erhebliche Hürden, wie ein anderes Ergebnis der Studie belegt: Davon, dass sich die Bürgerinnen und Bürger „genug“ für Umwelt- und Klimaschutz engagieren, sind nur sechs Pro-zent der Befragten überzeugt.
Eine sehr selbstkritische Beurteilung, die gerade beim privaten Engagement noch erhebliches Verbesserungspotenzial erkennen lässt. Denn für die beiden meistgenannten Lösungsansätze gibt es im Alltag vieler Menschen ganz praktische Optionen: Umweltfreundliche Technologien sowie der Wechsel zu erneuerbaren Energien lassen sich nicht nur durch die Entscheidung beim nächsten Fahrzeugkauf forcieren, sondern noch maßgeblicher bei der Art und Weise der häuslichen Wärme- und Energieversorgung. sup