Berufsschule oder Berufsfachschule

von Redaktion

Die Schultypen Berufsschule und Berufsfachschule sind bis auf die Buchstaben „fach“ zumindest vom Wortlaut identisch. Doch worin liegt eigentlich der Unterschied in den zwei Schulformen?

Zentraler Bestandteil

der Ausbildung

Die Berufsschule wird von Schülerinnen und Schülern besucht, die sich in der beruflichen Ausbildung befinden oder noch schulpflichtig sind und zeitgleich bereits in einem festen Arbeitsverhältnis stehen. Ziel der Berufsschule ist es, im Sinne der dualen Berufsbildung, allgemeine und fachliche Inhalte mit dem Fokus auf die jeweilige Ausbildung zu vermitteln. Je nach Ausbildung und Schulart findet der Unterricht entweder am Block, tageweise oder auch in Vollzeit statt. Die Berufsschulen werden in die Fachrichtungen kaufmännisch-verwaltende, gewerblich-technische, hauswirtschaftlich-pflegerische, landwirtschaftliche und bergbauliche Berufsschulen unterteilt. Daher kann es vorkommen, dass Auszubildende weitere Strecken zu ihrer Berufsschule in Kauf nehmen müssen, denn die Berufsschulen sind nach Fachrichtungen unterteilt.

Zwei Modelle bei Berufsfachschulen

Bei den Berufsfachschulen muss man zwei verschiedene Formen unterscheiden. Zunächst gibt es Berufsfachschulen, mit denen eine abgeschlossene Berufsausbildung ermöglicht wird. Die Schulzeit dauert in den meisten Fällen zwischen zwei bis drei Jahren. Allgemeinbildende und berufsbezogene Inhalte werden mit praktischen Übungen kombiniert. Am Ende der Ausbildung steht ein Abschluss, mit dem man fit für die Praxis ist und in der Arbeitswelt anfangen kann.

Andere Berufsfachschulen bereiten die Schüler in einem oder mehreren Jahren auf eine Berufsausbildung oder eine berufliche Tätigkeit vor. Schüler, die nicht genau wissen, was sie werden möchten, oder direkt nach der Schule keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, haben hier die Möglichkeit, die Zeit sinnvoll zu nutzen und sich bereits die Grundlagen für die jeweilige Branche anzueignen. Wer danach eine Berufsausbildung in diesem Bereich beginnt, hat gute Chancen, dass die Zeit an der Berufsfachschule auf die Berufsausbildung angerechnet wird. In der Regel entfällt dann das erste Ausbildungjahr. lgü

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