Sanfter Einstieg in den Führerschein: Fahrsimulator

von Redaktion

Der Führerschein ist nach wie vor für viele junge Menschen eine Eintrittskarte in die Welt der Erwachsenen. Vielen Menschen – gerade wenn man auf dem Land wohnt – bedeutet er Mobilität und Flexibilität.

Nichtsdestotrotz ist die Aufregung vor der ersten Fahrstunde manchmal groß: Das erste Mal hinter dem Steuer eines Wagens zu sitzen, Kupplung, Gangschaltung, Gas und Bremse zu bedienen, sich mit den Abmessungen des Autos vertraut machen und gleichzeitig auf Verkehrsregeln und andere Autofahrer zu achten: Das ist erstmal eine Herausforderung.

Eine große Hilfe ist es deshalb, die ersten Stunden am Fahrsimulator zu absolvieren: Zwar ist die Fahrsituation absolut realistisch, passieren kann aber nichts – „außer, dass die Computerstimme mich auf meine Fehler aufmerksam macht“, schildert die 17-jährige Sophie.

Der Simulator gibt nicht nur Anweisungen, er korrigiert auch und sorgt für ein äußerst realistisches Praxistraining.

Der Simulator hat einen Sparco-Sportsitz mit einem Körperschallmodul. Dabei sorgen Vibrationen des Sitzes dafür, dass der Schüler zum Beispiel den Schleifpunkt der Kupplung spürt und es merkt, wenn die Fahrbahn Unebenheiten hat oder er über den Bordstein fährt. Der Simulator hat ein spezielles Lenkrad mit Kraftrückkoppelung Force-Feedback. „Es fühlt sich total echt an!“, schildert Sophie. Besonders gut gefallen hat ihr auch, dass sie sich wie im wirklichen Wagen mit der Pedalerie und der Gangschaltung vertraut machen konnte. Dank der drei großen Monitore hat man ein breites Blickfeld und kann auch den Querverkehr gut einsehen.

Über die Spiegel im Sichtfeld erfährt man, was hinter und neben einem geschieht. Über eine Kamera wird die Blickführung des Schülers festgehalten – so erkennt das System, ob der Schulterblick gemacht wurde.

Der Simulator führt mit steigendem Schwierigkeitsgrad durch die ersten Fahrübungen. Zuerst lernt man auf einem virtuellen Übungsplatz die Grundfertigkeiten zum Bedienen eines Fahrzeugs. Anschließend übt man das richtige Abbiegen und trainiert verschiedene Vorfahrtsituationen. Schwierige Fahrmanöver wie etwa Abbiegen oder Berganfahren können Fahrschüler beliebig oft wiederholen. Der Simulator ist selbsterklärend, gibt Anweisungen, korrigiert und führt automatisch in die nächste Stufe.

Bewertungsprotokoll nach der Fahrt

Nach jeder Fahrt bekommt der Fahrschüler ein Bewertungsprotokoll über die Fahrstunde. Der Fahrlehrer erhält nach der Fahrt eine Auswertung auf seinen Table PC und kann somit weitere Inhalte ansetzen.

„Es hat viel Spaß gemacht“, stellt Fahranfängerin Sophie fest. Sie fühlt sich nach ein paar Simulatorstunden bestens gerüstet für die erste Fahrstunde im echten Straßenverkehr.

Artikel 1 von 11