Neues Miniatur-Museum in Siegsdorf

Mit „Batman“ durch die Filmgeschichte

von Redaktion

„Little Hollywood“ zeigt spektakuläre Kinoszenen – Robert Krininger baute Kulissen und bestückte sie mit Figuren

Magisch beleuchtet ist eine Fantasy-Stadt mit Festung.

Siegsdorf – Pünktlich zum 50. Geburtstag hat sich Robert Krininger aus Siegsdorf einen ganz besonderen Wunsch erfüllt: Er hat ein eigenes Museum eröffnet. Seit der gelernte Koch und Konditor im Dezember das „Little Hollywood“ im Untergeschoss seines Bistros „Papillon“ eröffnet hat, kommen die Besucher seiner miniaturisierten Wunderwelt des Films aus dem Staunen nicht mehr heraus. „Der Zuspruch vom Fünf- bis zum 80-Jährigen ist groß. Sogar Leute, die keine ausgesprochenen Kinofans sind, zeigen sich überwältigt angesichts der enormen Detailfülle und Genauigkeit“, sagt Krininger.

In 25 Dioramen, also dreidimensional gestalteten Modelllandschaften, hat er Klassiker der Filmgeschichte nachgebaut. Mal in Tennisballgröße, mal fast so groß wie ein Filmset auf knapp 25 Quadratmetern. Mit Tonnen von Gips, Silikon, Sand, Styropor und anderen Materialien sowie 5000 Leuchtdioden (LED) hat er in achtjähriger Tüftel- und Detailarbeit lebensecht wirkende Szenarien geschaffen: aus Trickfilmen wie den Marvel-Blockbustern, der „Star Wars“-Serie oder aus Filmen wie „Psycho“ von Alfred Hitchcock und „Spiel mir das Lied vom Tod“. Action und Fantasy, Science Fiction, Western, Thriller, Grusel- oder Bergfilm: So gut wie jedes Genre ist vertreten.

Gleich dreimal tritt Batman in unterschiedlichen Filmsets aus den Jahren 1966, 1989 und 2005 in Aktion und zeigt damit auch die Veränderung des Bilds von einem der prominentesten Filmhelden auf. Der bedrohlich wirkende Showdown mit dem Joker und dem Filmschurken Bane in einer ver-schneit-düsteren Stadtlandschaft gehört zu den Höhepunkten des Miniaturmuseums. Beleuchtungseffekte mit LED-Lichtern, das minutiös nachgebaute Bat-Mobil und die rund 30 Zentimeter großen Originalfiguren mit unglaublich echten Gesichtszügen machen den besonderen Reiz aus.

Rund 80 dieser lizenzierten und seltenen Sammlerfiguren im Maßstab 1:6 hat Kinofan Robert Krininger im Laufe der Arbeit am „Little Hollywood“ auf Auktionen, im Internet und entsprechenden Plattformen erworben. Sie sind neben den täuschend echt gestalteten Szenerien die Stars des Museums. Der bullig-riesenhafte Hulk mit seinem wutverzerrten Gesicht aus dem Marvel-Comic, Lord Voldemort aus „Harry Potter“ oder der von Schauspieler Johnny Depp verkörperte Captain Jack Sparrow aus dem „Fluch der Karibik“ sind darunter. Der Seeräu-ber bewacht mit grimmigem Gesichtsausdruck und Pistolen bewaffnet einen Goldschatz, der sich hinter ihm in einer künstlichen Höhle mit Skelett versteckt.

Die aufwendige Technik und Elektronik zur Realisierung dieses Spektakels hat sich Krininger Schritt für Schritt selbst beigebracht: Blitz und Donner, Rauch, wechselnde Tages- und Nachtbeleuchtung sorgen für Spannung. Per Knopfdruck lassen sich Drache, Seeungeheuer, Einhorn und andere Fabelgestalten aktivieren, Autos und Flugzeuge fahren, Wasserfälle rauschen. Eine Welt für sich ist die von einem riesigen Schloss beherrschte Stadt der Magie im H0-Maßstab, in der Einhörner, Hexen, Dracula, Zauberlabyrinthe und jede Menge lustige Miniszenerien die Entdeckerfreude wecken. Krininger: „Wer genau hinschaut, kommt noch mehr auf seine Kosten.“

Vier Szenen

aus „Star Wars“

Gleich in vier großen Szenarien kommt „Star Wars“ zu Ehren. Gewusst wie: Aus Druckerpatronen, dem Lüfter eines alten Filmprojektors oder dem Heißwasserboiler eines Wasserkochers hat Krininger futuristische Details und Gebäudeteile entstehen lassen. Gruselstimmung kommt auf, wenn hinter einer geheimen Tür und Rauchschleier der „Fluch der Mumie“ zum Leben erwacht.

Täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet

Das neue Museum „Little Hollywood“ im Café-Bistro „Papillon“ in Siegsdorf ist jeden Tag von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Weitere Auskünfte erhalten Interessierte unter der Telefonnummer 08662/ 669934 und im Internet auf www.miniatur-museum.de

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