Keine lästigen Zahnabdrücke dank 3-D-Scanner

von Redaktion

Keramikkronen, Inlays und Brücken, ohne einen Abdruck zu machen? Klingt unvorstellbar, ist aber möglich. Tatsächlich können inzwischen Kronen ohne die lästigen Zahnabdrücke hergestellt werden. Heute stehen der Zahnmedizin präzise funktionierende Scanner zur Verfügung, die geeignet sind, unter den besonderen Bedingungen in der Mundhöhle exakte 3-D-Scans der präparierten Zähne und des Zahnbogens zu erstellen.

Kronen in wenigen Stunden herstellen

In Verbindung mit den längst ausgereiften computergesteuerten Fräsmaschinen und Brennöfen können Zahnärzte damit einzelne keramische Zahnkronen innerhalb weniger Stunden herstellen und einsetzen.

Von der Betäubung bis zum Einsetzen dauert die Versorgung eines Zahnes mit einer ästhetisch perfekten keramischen Rekonstruktion nur drei Stunden. Während die Fräsmaschine und der Brennofen laufen, können die Patienten zum Beispiel entspannt ihre Einkäufe erledigen.

Besonders praktisch: Provisorien sind nicht nötig, da sofort die fertige Krone oder das Inlay eingesetzt wird. Meist ist sogar eine einzige Betäubung ausreichend.

Sogar kleine keramische Zahnbrücken lassen sich auf diese Weise herstellen – Mit der gleichen Präzision wie aus dem zahntechnischen Meisterlabor. Denn: Die zahntechnischen Labors arbeiten ebenfalls mit digitalen Scannern und CAD/CAM Fräsmaschinen.

Auch für computergestützte Implantatplanungen und die Herstellung von 3-D-Bohrschablonen können die Scanner mit den CAD/CAM Fräsern eingesetzt werden. Das erhöht die Genauigkeit der Implantatpositionierung, insbesondere in schwierigen Fällen. Aber: Die perfekte, „echte“ und individuell geschichtete Keramikkrone kann unübertroffen nur der Zahntechnikermeister anpassen. Diese Handwerkskunst können Roboter nicht ersetzen. In solchen Fällen schicken Zahnärzte die gescannten Zähne online an das Meisterlabor.

Doch ganz ohne Abdrücke geht es heute trotzdem noch nicht. Bei sehr großen Brückenspannen oder abnehmbarem Zahnersatz, Kombinationen aus festem und abnehmbarem Zahnersatz kommt man nicht um die klassischen Abdrücke herum.

Nicht teurer als mit konventioneller Methode

Trotz des enormen Vorteils der Sofortversorgung sind die digital hergestellten Keramik-Restaurationen nicht teurer als konventionell gefertigte.

In der Zahnarztpraxis von Michael Haidn in Riedering hat man sich für das digitale System „Cerec“ entschieden, weil es am längsten auf dem Martk ist.

„Wir halten die Cerec-Omnicam für den derzeit besten Scanner, der obendrein wegen seiner geringen Größe optimal für die Mundhöhle geeignet ist“, heißt es aus der Zahnarztpraxis.re

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