Fastentücher in der Wasserburger Region
Die Rückkehr der bunten Tücher
Das Fastentuch von Schönberg, das bis Herbst 2017 in Babensham hing.Fotos steffan
Wie alles im Leben unterliegen auch liturgische Traditionen einem ständigen Wandel. Waren vor wenigen Jahrzehnten etwa die barocken und neugotischen Heilige Gräber am Ende der Karwoche noch eine Seltenheit, werden sie in den letzten Jahren wieder vermehrt und mit Stolz aufgestellt, sodass man fast schon von einem „Heiligen-Grab-Tourismus“ am Karsamstag sprechen kann, wenn volkskundlich interessierte Personen die einzelnen Kunstwerke aufsuchen, die das ganze Jahr über verborgen bleiben. Ähnlich verhält es sich mit den Fastentüchern, die ab Aschermittwoch die Altäre verhüllen.
Wasserburg – Bereits im 9.Jahrhundert war es üblich, während der 40-tägigen Fastenzeit „einen schönen Vorhang“ vom Chorbogen abzuhängen, sodass die Gläubigen vom Geschehen am Altar ausgeschlossen waren. Eine Synode von 1287 bestimmte schließlich für jeden Altar, an dem zelebriert wurde, ein „velum q