Bin dann mal feiern – Dieser Ausspruch wird in den kommenden Wochen und Monaten wohl häufiger zu hören sein, denn beim 200. Ortsjubiläum der Gemeinde Pittenhart ist einiges geboten.
Pünktlich zum Jahresbeginn ließen die Pittenharter die Korken knallen, um sich auf ihr Gründungsfest mit insgesamt 30 Veranstaltungen einzustimmen. „Wenn schon, denn schon“, lautet hier die Devise und so wird das freudige Ereignis nicht nur mit einer Festwoche, sondern gleich mit einem ganzen Jubiläumsjahr gebührend gewürdigt. Gute Ideen dazu gab es viele und so wurde mit allen Ortsvereinen und Lokalitäten in und um Pittenhart ein buntes Veranstaltungsprogramm auf die Beine gestellt.
Ausstellungen, Konzerte und mehr
Musikalisch und kulturell bleiben keine Wünsche offen. Von Ausstellungen über Konzerte bis hin zum Höhepunkt – dem Festtag mit Standkonzert, Gottesdienst und Festabend in der Alten Zollstation – reicht das Festprogramm, das das Herz der Gemeinde wiederspiegelt.
Ganz bewusst wird der Blick auch auf die Ortsgeschichte und das Leben früherer Generationen gerichtet. Mit der Ausrichtung der Kampenwandfeier wird das Gedenken an die Opfer von Kriegen und Gewalt und die Mahnung für den Frieden in das Festprogramm miteinbezogen. Und da das Feiern bekanntlich nur mit Freunden Spaß macht und man für schöne Erinnerungen bereits im Vorfeld sorgen muss, sind natürlich alle Nachbargemeinden und Gäste aus nah und fern eingeladen, um das Ortsjubiläum mit Leben zu füllen.
Über allem steht der Begriff Heimat. Denn hier sind die Pittenharter tief verwurzelt. Eingebettet in die schöne Landschaft des Chiemgaus schätzen sie lebendige Traditionen und geselliges Miteinander.
Das „Wir“-Gefühl steht im Mittelpunkt
„Wir“ ist mehr als eine leere Worthülse und das zeigt sich in vielen Bereichen der Gemeinde. Der Gemeinschaftsgeist der rund 1800 Einwohner ist im täglichen Leben zu spüren. Gegenseitige Hilfe und Unterstützung und die Offenheit gegenüber Fremden sprechen für sich und prägen das dörfliche Leben.
Das zeigt sich auch bei Veranstaltungen und Aktionen der Ortsvereine. Hier ist meist das ganze Dorf auf den Beinen und Alt und Jung sind gleichermaßen miteingebunden. „Unsere Vereine und unser Zusammenhalt zeichnen unser Gemeindeleben aus,“ sagt Pittenharts Bürgermeister Josef Reithmeier nicht ohne Stolz. Es freut ihn schon besonders, dass er als Gemeindeoberhaupt seine Bürger durch das Jubiläumsjahr begleiten wird. Um unbeschwert feiern zu können, müssten aber vorher auch alle Arbeiten erledigt sein, betont Reithmeier und das betrifft nicht nur die eineinhalbjährige Vorbereitung des Festjahres. Für eine erfolgreiche Gemeindeentwicklung galt es, frühzeitig die Weichen zu stellen. Neben der Wertschätzung der heimischen Handwerks- und Gewerbebetriebe, wurde mit der Ausweisung von Wohnbauland, dem Erhalt der Grundschule und dem sich stetig am Bedarf orientierenden Betreuungsangebot der KiTa St. Aloisius schon früh das Augenmerk auf Familien und Kinder gelegt.
Tolle Angebote für die Jugend
Mit der Sportplatzerweiterung und der Realisierung der neuen Jugendfreizeitanlage mit Beachplatz, Skateranlage, Streethockey, Pumptracks und Bikepark hat die Gemeinde ein Ausrufezeichen gesetzt. Ein weiteres Erfolgsmodell ist die Musikinitiative Pittenhart, die Jugendlichen Musikunterricht und ein Jahr lang kostenlos Instrumente zum Üben bietet. Mit einer Einrichtung für betreutes Wohnen, die demnächst in der Ortsmitte entstehen soll, wird dem demografischen Wandel Rechnung getragen.
200 Jahre Pittenhart
Die Gemeinde Pittenhart, wurde im Zuge der Einrichtung des bayerischen Zentralstaats durch eine Verwaltungsreform am 17. März 1818 besiegelt. Zugeschlagen wurde die Hofmark Oberbrunn, die sich wegen ihrer geringen Ausdehnung nicht als Gemeinde eignete.
Verschiedene Siedlungen der Kommune sind freilich deutlich älter. So wurde Oberbrunn, einer von 27 Ortsteilen, bereits 924 als Brunn im Rahmen eines Tauschgeschäfts im Salzburger Urkundenbuch erwähnt. Nicht eindeutig geklärt hingegen ist die Herkunft des Namens Pittenhart. Es wird angenommen, dass sich der Name Pittenhart beziehungsweise Bidenhardt von Boto aus dem Geschlecht der Aribonen, ableitet.
Nicht geklärt: die Namensherkunft
Allerdings könnte auch der keltische Wassergott Bid dem Ort seinen Namen gegeben haben.
Fest steht jedoch, dass die Pittenharter es seit jeher verstehen, Feste zu feiern. Das soll sich auch im Jubiläumsjahr zeigen. Deswegen laden der Bürgermeister und die Gemeinde gemeinsam alle Nachbarn und Besucher ein: „Kommen Sie doch vorbei und feiern Sie mit. Die Gemeinde Pittenhart freut sich auf Ihren Besuch!“
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