Fortsetzung:
Die Arbeiten speziell im Inneren des stark sanierungsbedürftigen Gebäudes gestalteten sich dann aber als enorm aufwendig. Christoph Fecke erinnert sich noch gut an den Tag, als er zum ersten Mal die Räumlichkeiten betrat: „Eigentlich war es ein Wunder, dass der Hof überhaupt noch stand“, schmunzelt er. Viele Holzbalken waren morsch, im Keller stand das Wasser knöcheltief, die Wände im ehemaligen Kuhstall waren getränkt von Dreck und Urin und eigentlich tragende Säulen boten kaum noch Halt.
Morsche Balken, Wasser im Keller
Die größte Herausforderung war es, Räumlichkeiten zu schaffen, die den heutigen Anforderungen sowohl aus architektonischer Sicht als auch aus energetischer Sicht voll gerecht werden und dennoch ihre Ursprünglichkeit behalten.
Um dies zu erreichen, wählte Beck und Fraundienst einen ungewöhnlichen Weg. Die äußere „Haut“ wurde zwar gereinigt und repariert, blieb aber ansonsten unangetastet. Dahinter wurde eine neue „Haut“ aufgezogen, es entstand quasi ein Haus im Haus.
Liebevolle Details aus vergangenen Zeiten
Bei der Ausstattung der Räume wurde auf die Verwendung von natürlichen Materialien höchster Wert gelegt. Wer genau hinsieht, entdeckt viele kleine Details aus längst vergangenen Zeiten, liebevoll integriert in das Hier und Jetzt.
Die ursprüngliche Scheune war zu marode, um sie erhalten zu können. Der Neubau wurde aber nach ihrem Vorbild errichtet und bildet nun, mit dem Hauptgebäude nur durch einen offenen, transparenten Durchgang verbunden, eine perfekte Einheit und damit beste Arbeitsvoraussetzung für die insgesamt 60 Mitarbeiter des Modeunternehmens.
Für die Arbeiten beauftragt wurden ausschließlich regionale Handwerksbetriebe. Ihnen spricht Christoph Fecke Lob und Dank aus: „Das war Hand-Werk im wahrsten Sinne des Wortes“.
wu