Die Geschichte des Anwesens vom „Bauer in der Au“ reicht über 800 Jahre zurück. Erstmals schriftlich erwähnt wird es im 12. Jahrhundert im Falkensteiner Codex.
Ab 1166 war der Einödhof im Besitz des Klosters Weyarn, der als Grundherr das Anwesen von einer Bauernfamilie bewirtschaften ließ. Im Jahr 1470 ging der Hof dann in den Besitz der Grafschaft Maxlrain über.
Der Hofname „Bauer in der Au“ ist erstmals mit Balthasar Six, der 1625 als „Paur aus der Au“ starb, belegt.
Weil der Hof in einer kleinen Senke stand, war er immer wieder Hochwassern ausgesetzt. 1850 entschied sich deswegen der damalige Besitzer Peter Kiener zum Neubau auf einem leicht erhöhten Platz.
Die letzte Besitzerin aus dem Hause Kiener war Rosa Kiener. Aus Angst, dass der Bau der Umgehungsstraße ihre Fluren radikal durchschneiden könnte schloss sie 1965 einen Erbvertrag mit dem Erzbischöflichen Ordinariat München Freising. Seit dem Jahr 1991 stand die Hofstelle leer, bevor das Anwesen nun zu neuem Leben erweckt wurde.wu