Im Garten gehen Anspruch und Wirklichkeit oft auseinander – insbesondere bei der Rasenpflege. Wie oft schneiden, wie oft düngen? Und was macht man gegen das lästige Unkraut, wenn man nicht gleich mit der chemischen Keule zuschlagen will? Die wichtigsten Stichwörter für schönes Grün:
3,5 bis 5 Zentimeter: Das ist die optimale Schnitthöhe für das Rasenmähen. Wichtig ist aber auch, dass niemals mehr als die Hälfte auf einmal abgeschnitten wird, erklärt Harald Nonn, Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft in Bonn. Denn je tiefer geschnitten wird, desto empfindlicher werden die Gräser. Das bedeutet allerdings, dass im Sommer bei starkem Wachstum des Rasens durchaus häufig zum Rasenmäher gegriffen werden muss.
Dreimal: Das ist die wichtige Zahl für die Düngung. „Sie ist für den Rasen sehr wichtig. Der Dünger sollte aber nicht in einer Gabe pro Jahr verabreicht werden, sondern auf in der Regel drei Düngungstermine verteilt werden“, erklärt Andreas Vietmeier von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Neben der Frühjahrs- und Sommerdüngung empfiehlt er eine kalium-dominierte Düngung im Oktober, da Kalium die Robustheit und Frosthärte des Rasens im Winter erhöhe.
Wässern: Das ist die Antwort auf ein Problem, das Hundebesitzer und deren Nachbarn kennen. Pinkeln sie auf den Rasen, kann es durchaus vorkommen, dass dieser gelbe Flecken entwickelt. Denn die hohe Salzkonzentration des Urins verätzt die Gräser. Daher rät Michael Henze vom Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL) zum sofortigen Gießen.
Versenkregner: Das ist der Tipp von Henze gegen Unkraut. Es entsteht – genauso wie Krankheiten und Schädlingsbefall – eher, wenn der Rasen geschwächt ist. Daher spielt neben einer ausreichenden Nährstoffversorgung und regelmäßigem Mähen vor allem das verlässliche Gießen eine entscheidende Rolle bei der chemiefreien Bekämpfung von Unkraut. „Versenkregner, die vor allem in den frühen Morgenstunden in Abhängigkeit von der Bodenfeuchtigkeit beregnen, haben sich hier sehr bewährt“, erklärt Henze.