Radtouren der Extraklasse: Von Gletschern, Kelten und Römern

von Redaktion

Ein besonderes Highlight, wenngleich eine etwa längere Tagestour, ist eine Fahrradstrecke, die sich von Prien über Seebruck, Truchtlaching, Kloster Seeon, Eggstätt und wieder zurück nach Prien erstreckt. Radeln am Westufer des Chiemsees – schon allein diese Tour ist erwähnenswert, führt sie doch so gut wie nie entlang der vielbefahrenen Straßen, sondern immer dicht am Chiemseeufer entlang.

Bei Rimsting Biberbauten bewundern, dann traumhafte Ausblicke in die Alpenkette an der weit verlandeten Schafwaschener Bucht, dazu vielleicht noch ein Kiebitz, der sich dort angesiedelt hat, gefolgt von den unterschiedlichsten Grüntönen der Ufervegetation bis nach Gstadt. Dort hat man einen freien Blick auf die Fraueninsel – allein schon die Flora und Fauna und die Panoramablicke entlang des westlichen Chiemseeufers sind es wert, erkundet zu werden.

Aber wer es sportlich mag und sich auch noch im Norden des Chiemsees umschauen will, dem sei eine Weiterfahrt bis nach Seebruck empfohlen.

Von dort – ein kurzer Abstecher ins Römermuseum lohnt sich allemal – geht es an der Alz entlang zum archäologischen Rundweg in Richtung Stöffling.

Hier kann man ein rekonstruiertes keltisches Gehöft besichtigen, ehe man sich auf dem Rad Richtung Truchtlaching macht. Über die Alzbrücke und Ried nach Apperting – auch hier finden sich überall gut ausgeschilderte Monumente der Kelten – und Ischl weiter nach Seeon.

Einmal in den Seeoner See springen oder iom Friedhof das Grab der angeblichen Zarentochter Anastasia besuchen oder sich im Café und Biergarten der Klosteranlage stärken – und schon gehts wieder in den Süden über Oberbrunn, Eschenau, Maisham, Unterulsham und Oberulsham zur Eggstätter-Hemhofer-Seenplatte.

Von dort radelt man durch den Wald an der Westseite des Hartsees oder noch weiter ausholend an der Westseite des Pelhamer Sees über Hemhof gen Süden Richtung Rimsting.

Die riesige Seenlandschaft, die vielen langgestreckten Hügel und Gräben wirken bezaubernd gen Süden Richtung Rimsting. Von dort wieder hinunter zur Schafwaschener Bucht und zurück nach Prien. Ein langer sportlicher Radtag, der durch seine Vielfalt an Geschichte, an Flora und Fauna und Panoramablicken besticht.

Entlang der gesamten Radstrecke (rund 80 Kilometer lang) gibt es viele Einkehrmöglichkeiten, von Cafés über Biergärten bis hin zu Gastwirtschaften kann man sich fast überall stärken. Und: An nur wenigen Stellen begegnet man Autos, denn meist bewegt man sich abseits der größeren Straßen. Es empfiehlt sich, Badesachen mitzunehmen, da man im Chiemsee, in der Alz, im Seeoner See oder an einem der vielen Seen entlang der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte wunderbar baden kann.

Abkürzungen, Einkehrtipps und nähere Informationen zu Wegbeschreibungen (auch GPS-Track) gibt es unter anderem über www.chiemsee-alpenland.de, oder www.outdooractive.de.

Elisabeth Kirchner

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