Zum 70. Vereinsjubiläum der „D’Lindntaler“ Lauterbach wird ein besonderes Fest auf die Beine gestellt. Die Festwoche startet am Donnerstag, 5. Juli, mit dem Bieranstich. Zum Festsonntag, 8. Juli, haben sich rund 5000 Trachtlerinnen und Trachtler und Blasmusikanten aus dem Bayerischen Inngau, der 39 Trachtenvereine umfasst, angemeldet. Auch Nachbarvereine aus dem Gauverband I und dem Chiemgau-Alpenverband folgen der Einladung nach Lauterbach. Die Festlichkeiten enden am 15. Juli. Das abwechslungsreiche Programm garantiert gute Unterhaltung. Mehr Informationen gibt es auf Facebook oder unter www.gaufest2018.de.
Bereits 2015 erklärte sich der Trachtenverein bereit, das Gaufest, das den Höhepunkt in jedem Trachtenjahr darstellt, auszurichten. Nach der Zusage durch den Gau stellten die Festleiter Sepp Brem junior und Peter Schlosser junior einen elfköpfigen Festausschuss zusammen, um in drei Jahren „Fleißarbeit“ alle Grundlagen zum Gelingen der großen Veranstaltung zu schaffen. Dabei achteten sie auf eine gute Mischung von jungen und erfahrenen Mitgliedern, die schon vor 30 Jahren bei der Organisation des ersten Gaufestes in Lauterbach dabei waren.
Nun sind die Planungen abgeschlossen. Die Verträge mit Festwirt Manfred Werner und der Auer Brauerei sind unterschrieben. Festplatz und Zugstrecke wurden mit der Gauvorstandschaft abgestimmt. Alle verschiedenen Eintrittszeichen sind von den fleißigen Lauterbachern und Lauterbacherinnen gebastelt worden.
260 Mitglieder
Der Trachtenverein ist mit 260 Mitgliedern eher ein kleiner Verein, aber dank der tatkräftigen Unterstützung der Gemeindebürger sowie der anderen Ortsvereine kann das Fest gestemmt werden. „D‘Lindntaler“ Lauterbach bedanken sich bei den vielen Helfern und Unterstützern und schließen sich den Worten von Bürgermeister und Schirmherr Christian Praxl an: „Ich freue mich darauf und bin sicher, es wird ein wunderschönes Fest.“
1936: Begeisterung für‘s Platteln
Schon 1936 begeisterten sich sechs Lauterbacher Buam im Alter zwischen zehn und 15 Jahren für das Platteln. Der „Zoß’n Papp“ (Wolfgang Unterseher senior) zeigte ihnen die ersten Schuhplattlerschläge im Hausgang, die er selbst damals als junger Bursch beim Höhenmoosener Trachtenverein lernte. 1945, nach den Kriegsjahren, lernten die Lauterbacher Buam bei den „Innviertlern“ Rosenheim, die schon seit 1903 existierten, weiter und es entstand die erste Lauterbacher Plattlergruppe mit acht Buam und acht Dirndl.
Schnell entschlossen sie sich, trotz der schwierigen Umstände in der Nachkriegszeit einen Trachtenverein zu gründen. Nach der alten Dorflinde vor der Kirche bekamen die „D’Lindntaler“ ihren Namen und Hans Schmaus, der schon immer die Lederhosen getragen hat, wurde Gründungsvorstand.
1974 wurde Schmaus zum Ehrenvorstand ernannt und gab sein Amt an Wolfgang Unterseher weiter, der das Amt bis 1993 weiterführte. Seither übt Sepp Brem senior das Amt des Ersten Vorstandes aus.
Anfangs zählte der GTEV „D‘Lindntaler“ circa 20
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