Kleine und mittelgroße Städte werden einer Studie zufolge bei den Deutschen beliebter. Sie profitieren neben Großstädten vom Zuzug aus dem Umland, wie eine am Montag von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Untersuchung des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) ergab. Die Forscher beobachteten zudem, dass es Menschen aus den Metropolen zunehmend ins direkte Umland – den sogenannten Speckgürtel – zieht.
„Leben in der Stadt liegt im Trend“, fasste die Stiftung die Studienergebnisse zusammen. Die Menschen ziehe es aber nicht nur in Millionenstädte wie Berlin, Hamburg, München oder Köln. Vor allem Mittel- und Kleinstädte wie Bad Neustadt an der Saale oder Aurich in Ostfriesland seien Gewinner der Entwicklung.
Neben den steigenden Mieten vor allem in Großstädten gebe es „ein ganzes Bündel von Motiven für einen Umzug in eine kleinere Stadt“, erklärte Stiftungsvorstand Brigitte Mohn. Für diese Kommunen sei der Trend eine Chance für Wachstum. Für die Studie wertete das ILS die Zu- und Fortzüge zwischen 2006 und 2015 für Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern aus.