von Redaktion

Am kommenden Freitag und Samstag, 13. und 14. Juli, geht es im Lagerhaus Obermair in Flintsbach hoch her: Dann feiert man dort nämlich das 30. Jubiläum. Zu diesem Anlass gibt es nicht nur 20 Prozent Rabatt auf alles, sondern auch jede Menge sonstiger Attraktionen: Maschinenvorführungen sind zu sehen, Holzschnitzer zeigen ihr Können, der MTG Kiefersfelden bietet auf dem Gelände eine Trailshow, für die wirklich Jungen gibt’s eine Hüpfburg, für alle jünger Gebliebenen eine XXL-Carrera Bahn und natürlich ist auch für Essen und Musik gesorgt. Dass Haus und Freigelände voll sein werden, davon darf man ausgehen, denn das LHO hat sich mittlerweile im ganzen Inntal einen Namen gemacht, Kunden von Rosenheim bis Kufstein steuern Flintsbach an, wenn es um Baustoffe, Futtermittel, Gartengeräte, Maschinen oder Baumarktartikel geht.

So viel Zulauf muss natürlich Gründe haben. Einer davon ist ganz klar das Sortiment: Von der Schraube und Dekoartikeln für Haus und Garten über Futter für die Hühner, der Bohrmaschine oder dem Aufsitzmäher bis zur Ziegellieferung für den kompletten Hausbau gibt es eigentlich nichts, was es im LHO nicht gäbe. Das heißt: einmal hinfahren und alles was man braucht, ist eingekauft.

Erfolgsrezept:

Bester Service

Der wirkliche Grund für die Erfolgsgeschichte des Lagerhauses sitzt allerdings tiefer und das Zauberwort dafür heißt Service. Für die Brüder Obermair – Hans, Sepp junior und Toni – die das Lagerhaus nun seit fast zehn Jahren führen, ist es nahezu eine sportliche Herausforderung, dem Kunden genau das bieten zu können, was er braucht.

Das heißt nicht nur, dass sie jeden Artikel binnen spätestens zweier Tage besorgen können, falls er so ausgefallen wäre, dass er sich nicht unter dem Sortiment aus etwa 20000 Einzelpositionen finden sollte. Es heißt vor allem auch, dass man sich für jeden einzelnen Kunden sehr viel Zeit für die Beratung nimmt und sich bemüht, auf jede Frage eine fundierte, ehrliche und reelle Antwort zu geben. Und dabei ist es egal, ob sich die Frage direkt auf den Artikel oder auf die beste Lösung eines handwerklichen Problems bezieht.

Diese Haltung kommt übrigens nicht von ungefähr, sie kommt aus der Tradition. Ursprünglich gab es ein Raiffeisen-Lagerhaus in der Ortsmitte von Flintsbach, das 1988 mangels Umsatz geschlossen werden sollte. Sepp Obermair senior traute sich zu, das Lagerhaus dennoch zu übernehmen: Er hatte dort immerhin schon 24 Jahre als Verkaufsberater gearbeitet, wusste deshalb genau, was seine Kundschaft benötigte und war überzeugt, den Betrieb mit Hilfe seiner Frau Maria und mit dem richtigen Sortiment wieder auf vernünftige Füße stellen zu können.

Die Kunden kamen damals noch aus dem näheren Umkreis – dass man diese Leute nach bestem Wissen und Gewissen berät und hinsichtlich der Qualität nur Dinge verkauft, die man selber auch verwenden würde, verstand sich von selbst. Man hätte sich im Dorf ja nicht mehr sehen lassen können, wenn es anders gewesen wäre.

Persönlicher Kontakt zum Kunden

Dass der Kontakt zum Kunden auch heute noch kein leeres Werbewort ist, sieht man zum Beispiel daran, dass die geschäftsführenden drei Brüder nach wie vor im Lager oder im Baumarktbereich zu finden sind. Hans Obermair kümmert sich um das Ladengeschäft, Sepp Obermair junior um die Werkstatt und alles, was einen Motor hat, und Toni Obermair um die Baustoffabteilung, das Futtermittel- und Brennstofflager. Alle drei sehen sich als Teil des mittlerweile 34-köpfigen Teams. Möglich wird das nur, so Toni Obermair, weil sie eben zu dritt seien und sich damit auch die Verwaltungsarbeit aufteilt. Einer allein hätte keine Zeit mehr, sich noch selbst um die Kundschaft zu kümmern, seine Zeit würde von Organisation und der stetig wuchernden Bürokratie voll und ganz aufgezehrt.

Aus dem direkten Kontakt der Chefs mit den Kunden erklärt sich auch das stetige Wachstum des Sortiments. Die Regel dahinter ist schlicht: Angeboten wird, was der Kunde nachfragt. Hier greift dann oft eins ins andere. Motorsägen zum Beispiel waren schon lange im Angebot. Weil der Qualitätsanspruch von Sepp Obermair senior aber nach wie vor uneingeschränkt gilt, waren von Anfang an nur Geräte im Verkauf, die auch profimäßigem Einsatz gerecht werden. Die entsprechende Kundschaft, die zufrieden war mit den Geräten, fragte recht schnell nach, ob das LHO denn auch vernünftige Holzspalter im Programm habe. Bis dahin nicht, mittlerweile aber schon und man könnte sich vorstellen, die „Forst-Palette“ weiter auszubauen.

Leistungsfähige Reparaturabteilung

Wer aber hochwertige Maschinen verkauft, die sich auch im professionellen Einsatz bewähren müssen und können, kommt um eine leistungsfähige Reparaturabteilung nicht herum: Handwerker wären bei einem längeren Ausfall ihres Werkzeugs schlicht aufgeschmissen. Die Reparaturtruppe des LHO umfasst derzeit zehn Mann und zählt damit zu den personalstärksten Abteilungen im LHO.

Das liegt nicht zuletzt am Geschäft mit allen Gartenmaschinen, das in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Ob Aufsitzrasenmäher, Balkenmäher, Motorsense oder der stark boomende Zweig hochwertiger Mähroboter – all diese Geräte müssen ja nicht nur in der Saison einsatzbereit gehalten, sie müssen davor oder danach auch gewartet werden Und immer heißt es, mit der Zeit gehen – war die Reparaturwerkstatt bis vor einigen Jahren das alleinige Domizil von Schraubenschlüssel und Schmieröl, geht es letzter Zeit immer mehr um Software: Die Mähroboter sind ja nichts anderes als grasfressende Computer.

Liebe zum Detail

Nun gibt es Betriebe, denen am Ende der eigene Erfolg zum Problem wird, weil das Wachstum zu Lasten der Qualität geht und damit am Ende die Erfolgsgrundlage vernichtet. Die Brüder Obermair sind sich jedoch sicher, dass sie in diese Falle nicht tappen werden. Sie sind fest entschlossen, der Liebe zum Detail auch in Zukunft den Vorrang zu lassen. Denn genau die kleinen Dinge sind es, die einem Betrieb Charakter und Charme geben.

So wird man auch in Zukunft im LHO Schrauben und andere Artikel einzeln bekommen können – weil das für die Kunden so praktischer ist. Auch in Zukunft wird selbst im Sommer der Platz für einen Stand mit zum Teil selbst gemischtem Vogelfutter vorhanden sein, so lange es die Kunden in dieser Jahreszeit nachfragen. Und nicht zuletzt: Auch in Zukunft wird es eine Abteilung mit hochwertigem, sandkastentauglichem Spielzeug geben und damit das LHO unter Baumärkten und Baustoffartikellagern zu der einzigartigen Adresse machen, bei der der Einkauf ein Erlebnis für alle Familienmitglieder sein kann. jt

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