von Redaktion

Vor einigen Jahren stand der Rosenheimer Fußball vor dem Scheideweg – nicht nur im Herrenbereich. Auch in der Jugendförderung musste ein neuer, richtungsweisender Weg gefunden, etabliert und schließlich auch gegangen werden. Dieser ist – auch aufgrund des einstigen Stillstands und der Stagnation – zwar noch lange nicht zu Ende, doch das Licht am Ende des Tunnels ist für den kompletten Verein mittlerweile deutlich zu erkennen.

Für Andi Kubik, seines Zeichens TSV-Jugendkoordinator, ist dies jedoch noch lange kein Grund, sich nach diesen ersten, zarten Sonnenstrahlen für die Nachwuchsarbeit des Regionalligisten eine schicke Sonnenbrille aufzusetzen und entspannt die Beine hochzulegen. Für Kubik geht es nämlich nun in die Vollen: „Aktuell haben wir alle Hände voll zu tun mit der Kaderplanung für die neue Saison. Auch die sportlichen Konzepte festzulegen und weiterhin tatkräftig die Umsetzung zu forcieren sind derzeit wichtige Bausteine. Unsere Reise ist noch nicht zu Ende!“

Dass auch ergebnistechnisch der eingeschlagene Weg erfolgsversprechend ist, zeigt das Abschneiden der Juniorenteams in der abgelaufenen Spielzeit. Die U19, trainiert von Tobias Strobl, ließ die Konkurrenz aus Manching und Traunstein hinter sich und sicherte sich verdient den Titel der Bezirksoberliga. In der neuen Saison spielt das Team unter der Leitung von Herren- Coach Ognjen Zaric in der Landesliga. Zaric kann dabei – bis auf wenige Ausnahmen – auf den Großteil der eingespielten Meisterelf zurückgreifen. Ebenfalls vor dem Aufstieg stehen möglicherweise die U17 sowie die U14. Beide Mannschaften müssen sich noch in direkten Relegationsduellen beweisen. Während es für die U17 Mitte Juli gegen Amberg oder Coburg um den Landesliga-Aufstieg geht, muss sich die U14 in diesen Tagen gegen den SV Schloßberg beweisen. „Die Entwicklung, die wir im Nachwuchsbereich die letzten Jahre genommen haben, ist einfach traumhaft. Auch der Zusammenhalt innerhalb der Elternschaft ist sensationell“, schwärmt Kubik, der – wie beim letzten Spieltag der Hauptrunde gegen den jetzigen Gegner aus Schloßberg – knapp 150 Zuschauer zählte. „Das waren Eltern, Omas, Opas, Geschwister und Verwandte, die unseren Jungs die Daumen drückten. Das macht mich mächtig stolz.“ Auch auf die U13 ist man an der Jahnstraße doppelt stolz. Zum einen schnappten sich die Spieler von Christian Heindel in Bayerns höchster Spielklasse den vierten Platz in der Endabrechnung und ließen Mannschaften wie den TSV 1860 München und die SpVgg Unterhaching hinter sich. Zum anderen bleibt das hochveranlagte Team – allen Abwerbungsversuchen zum Trotz – zusammen.

Sebastian Backers U15 sicherte sich in der U15 Bezirksoberliga den 5. Tabellenplatz und die U16 schaffte mit einem jüngeren Jahrgang ebenfalls den 5. Platz in der Kreisliga. Pointvogel

Der TSV 1860 Rosenheim und seine Jugendarbeit
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