von Redaktion

Ognjen „Ogi“ Zaric ist noch keine 30 Jahre alt, seine Trainerprüfung beim Österreichischen Fußballbund (ÖFB) hat er allerdings kürzlich mit Auszeichnung bestanden. Seit diesem Sommer steht er nun beim Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim an der Seitenlinie – als Chefcoach. Ein Risiko?

Diese Frage wird nach wenigen Augenblicken im Gespräch mit dem jungen Österreicher ad absurdum geführt. Denn wenn Zaric mit einer Klarheit und Sachlichkeit über „seinen“ Fußball spricht, ist er so ziemlich der älteste 29-Jährige weit und breit. Er wirkt, als hätte er noch nie etwas anderes gemacht.

Und das ist keine Übertreibung: Bereits mit Anfang zwanzig nahm er sich als Individualtrainer den Talenten im Tiroler Fußballverband an und wechselte später zum Deutschen Fußballinternat Bad Aibling. Über die U17-Bundesligatruppe der SpVgg Unterhaching, die er sensationell in der Liga hielt, führte sein Weg nun an die Mangfall.

Zaric: „Im Fußball zählt nur das Hier und Jetzt“

Beim TSV 1860 tritt Zaric zu dieser Spielzeit die Nachfolge von Tobias Strobl an, der wiederum als „Schnittstellentrainer“ zum FC Ingolstadt 04 wechselt. Dabei war es Strobl selbst, der zum neuen Mann auf der Rosenheimer Kommandobrücke den Kontakt aufnahm. „Tobias Strobl und ich haben uns auf einem Lehrgang in Oberhaching kennengelernt und tauschen uns seither regelmäßig aus. Als für ihn (Strobl) der Wechsel nach Ingolstadt feststand, fragte er mich, ob ich es mir vorstellen könnte, den TSV zu trainieren.“

Probleme mit möglichen Vergleichen zwischen ihm und Ex-Trainer Strobl sieht Zaric nicht: „Die Vergangenheit zählt nicht. Im Fußball zählt nur das ‚Hier und Jetzt‘. Und da sind wir aktuell auf einem sehr guten Weg.“

Kasparetti und Kotisch im Trainerstab

Nach dem Abgang von Tobias Strobl galt es für die Führungsetage um den sportlichen Leiter Hansjörg Kroneck im Sommer jedoch nicht nur die Personalie des Cheftrainers zu klären. Auch die Positionen des Co- und Torwarttrainers mussten neu besetzt werden.

Mit Robert Mayer, mittlerweile im Funktionsteam des Landesligisten TSV 1880 Wasserburg, und Peter Martin, der zum SB Chiemgau Traunstein ins Trainerteam wechselt, verlassen zwei beliebte Identifikationsfiguren die Innstädter. An ihre Stelle rücken nun zwei neue Gesichter: Thomas Kasparetti und Stefan Kotisch.

Als neuer Co-Trainer kommt der 34-jährige Ameranger Kasparetti sogar als Meistertrainer nach Rosenheim. Mit dem TSV Bad Endorf gewann er zwölf von 13 Rückrundenspielen und führte damit die Kurstädter in die Bezirksliga.

Stefan Kotisch, mit allen Lizenzen im Torhütergeschäft dekoriert, kommt aus dem Nachwuchsleistungszentrum der Münchner Löwen und wird sich ab dieser Saison um die jungen Torhüter Mario Stockenreiter und Ilija Tomic kümmern.

Neues Trainerteam – neue Philosophie?

Ob mit einer neuen sportlichen Führung zwangsläufig auch ein neuer Spielstil einkehren wird? Ognjen Zaric selbst hat dazu eine klare Meinung. „Selbstverständlich hat jeder Trainer seine Philosophie von Fußball. Es geht hier jedoch nicht um das Ego des Trainers. Entscheidende Komponente ist immer noch die Mannschaft.

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Neues Trainerteam im TSV 1860 Rosenheim
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