Experten: Lösung kann nur auf dem Land liegen

von Redaktion

Der wachsende Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum ist nach Einschätzung des Branchenverbands GdW überhaupt nur auf dem Land zu befriedigen. „Wir dürfen den Menschen nicht vorgaukeln, dass wir es schaffen, in absehbarer Zeit in den Städten den nötigen Wohnraum zu schaffen“, sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko am Mittwoch in Berlin. „Es gibt zu wenig Fläche, um all die Wünsche, die theoretisch da sind, zu befriedigen.“

Die Folgen und Aufgaben seien daher klar: Gefragt sei eine Anbindung des Umlands größerer Städte, sagte Gedaschko. Dazu müssten der öffentliche Nahverkehr gestärkt und Straßen gebaut werden. Auch schnelles Internet, elektronische Gesundheitsdienstleistungen und Behördenangebote müssten ausgebaut werden, um die Menschen in Stadt und Land zu verbinden.

Die meisten Menschen würden zudem sehr gerne auf dem Land leben, sagte Gedaschko, der auf eine Untersuchung der Bundesstiftung Baukultur aus dem Jahr 2015 verwies. Wenn Geld keine Rolle spielte, würden demnach 45 Prozent der Befragten am liebsten in einer Landgemeinde leben, gefolgt von 33 Prozent, die eine Mittel- oder Kleinstadt bevorzugten. Nur 21 Prozent zieht es demnach in die Großstadt – hier wollen vor allem die 18- bis 29-Jährigen leben.

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