Die Sorge vor steigenden Zinsen hat in Bayern offensichtlich einen Bauspar-Boom zur Folge.
Die Landesbausparkasse (LBS) rechnet damit, dass die Kunden heuer neue Bausparverträge mit einem Volumen von 7,8 Milliarden Euro abschließen – das wären über zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Zudem leihen sich die LBS-Kunden auch erheblich mehr Geld als früher: Das Kreditgeschäft soll 2018 um ein Fünftel auf 1,3 Milliarden Euro zulegen, sagt Vorstandschef Erwin Bumberger.
Nach Einschätzung des LBS-Chefs „wollen sich viele Menschen, die eine Baufinanzierung planen“, vor steigenden Zinsen schützen. Auffällig: Das Geschäft mit den Bausparverträgen legt zu, obwohl die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge zurückgeht. 2017 hatte die LBS noch gut 124000 Bausparverträge abgeschlossen, über vier Prozent weniger als 2016.
Doch dafür wurde im Schnitt deutlich mehr Geld pro Bausparvertrag angelegt – 2017 waren es gut 56300 Euro.