Sicherheit vor Entertainment

von Redaktion

Höhere Ausgabenbereitschaft für Sicherheitssysteme als für Multimedia

80 Prozent der Autofahrer sind davon überzeugt, dass Fahrassistenzsysteme das Fahren sicherer machen. 82 Prozent gehen davon aus, dass es zudem komfortabler ist. Ganz selbstbewusst glauben aber auch 85 Prozent der Befragten, dass die Systeme die eigene Fahrerfahrung nicht ersetzen können. Das ergab eine Umfrage, die im Juni 2018 durch das Institut BBE Automotive GmbH durchgeführt wurde.

Fahrassistenzsysteme, die der Verkehrssicherheit zuträglich sind, haben für Autofahrer oberste Priorität. Multimediaausstattung wie Anbindung für Musik, Videos oder Spiele ist im Vergleich weniger gefragt. So sind 65 Prozent der Befragten der Meinung, dass zu viel technische Innenausstattung beim Fahren ablenkt. Die Mehrheit der Pkw-Fahrer ist der Meinung, dass der technische Fortschritt die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht.

Klare Favoriten bei Assistenzsystemen

Die wichtigsten Assistenzsysteme sind für die Autofahrer ein Notbremsassistent, Spurwechsel-/Toter-Winkel-Assistenten und Einparksensoren. Am unwichtigsten sind laut Umfrage Parkplatzsuche per App, Alkoholtestsysteme und Verkehrsschildererkennung. Auch bei der Multimediaausstattung dominieren sicherheitsrelevante Systeme. Am wichtigsten ist den Fahrern ein automatisches System, das bei Unfällen Rettungsdienste alarmiert und den Standort übermittelt. Internetbasierte Navigationssysteme für sichere Stauumfahrungen folgen. Als ebenfalls wichtig wird die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander angesehen, die der Unfallprävention dienen, beispielsweise Stauendewarner.

In der Ausgabenbereitschaft liegen die sicherheitsrelevanten Fahrsysteme vorne. Beim Neukauf würden die Autofahrer hierfür einmalig 902 Euro bezahlen. Systeme für den Komfort würden mit 618 Euro gekauft werden. Für Multimediaausstattung würden die Fahrer einmalig 339 Euro ausgeben, allerdings ist das die einzige Sparte mit Wachstum.

Mit dem Begriff „Connected Car“, also vernetztem Fahrzeug, können lediglich 34 Prozent nichts anfangen. Ideen, wie dem Anliefern von Paketen in den Fahrzeugkofferaum von Privatfahrzeugen sehen die Befragten kritisch. 75 Prozent glauben nicht, dass sich dieses Angebot durchsetzen wird.

Autonom fahrende Fahrzeuge kommen immer stärker in Frage. 36 Prozent erwägen den Kauf eines Autos, das Teilstrecken autonom fahren kann. Für 29 Prozent der Befragten ist sogar ein vollautonomes Kfz eine Option.

Artikel 1 von 11