Die Sommerferien stehen vor der Tür. Laut einer Übersicht des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Statista waren im vergangenen Jahr in Deutschland mehr als 18,1 Millionen Menschen mit dem Pkw im Urlaub. Viele schätzen die Unabhängigkeit und Flexibilität und ziehen den eigenen Wagen anderen Transportmitteln vor. Diese Wahl des Verkehrsmittels hat aber Tücken, vor allem für ungeübte und überlastete Fahrer. Laut einer TNS-Emnid-Umfrage des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) ist jeder Vierte schon einmal am Steuer eingeschlafen. Müdigkeit am Steuer kann jeden treffen. Personen auf dem Weg in den Urlaub sind jedoch erfahrungsgemäß besonders gefährdet. Sie legen lange, häufig monotone Strecken zurück, bekommen oft vorher nicht genug Schlaf und sind teilweise während größerer Leistungstiefs unterwegs. „Deshalb heißt es vorbeugen“, legt Jürgen Brenner-Hartmann von Tüv Süd Autourlaubern ans Herz.
Gute Vorbereitung
ist das A und O
Der Rat gilt ebenfalls für kleine Reisende. Das Beste, was Kindern passieren kann ist, dass diese die Autofahrt einfach verschlafen und erst am Urlaubsziel aufwachen. Also eventuell schon nachts oder in den frühen Morgenstunden losfahren und Lieblingsstofftier sowie Kuscheldecke nicht vergessen. Eine mehrstündige Autofahrt ist schließlich eine Ausnahmesituation für alle. „Den Kindern zu Liebe sollte man das Bewegungsbedürfnis der Youngster in sein Planungskalkül einbeziehen“, rät der Tüv-Süd-Fachmann: „Deshalb ausreichende Zwischenstopps einplanen und auch mal kurz von der Autobahn runterfahren, um eine Wiese, einen Park oder ein Waldstück anzusteuern.“
Grundsätzlich sollte die Reise mit dem Nachwuchs gut vorbereitet sein. Das spart letztlich Zeit und Nerven. „Bei der Streckenkalkulation gilt es zu bedenken, wie man die größten Staustrecken umgehen kann. Hilfreiche Hinweise geben die Stauprognosen der Automobilclubs, die Meldungen im Verkehrsfunk oder Warnung per Navi“, empfiehlt Brenner-Hartmann.
Unter www.rast.de können entsprechend der eigenen Reiseroute passende Autobahnraststätten mit speziellem Kinderservice schon vorab ermittelt werden. Kinder sind auf Reisen ungeduldig und langweilen sich deshalb ziemlich schnell im Autofond. Daher ist Unterhaltung wichtig. Kuscheltiere, Hörbücher, Malvorlagen, Spiele oder Bücher sollten für die Kleineren bereitliegen, für die Älteren tragbare DVD-Player, das Smartphone oder Tablet, etwa um einen Film zu schauen. „Immer wieder unterschätzt wird ein weiterer Wohlfühlfaktor“, schildert Brenner-Hartmann seine Erfahrungen. Im Auto gibt es nur wenig Bewegungsspielraum und damit ist man mitunter der Sonne ungehindert ausgesetzt, was auf Dauer ziemlich unangenehm werden kann. Daher sollte man für Sonnenschutz sorgen, damit das Auto nicht zur Hitzefalle wird.