Auf Wachstumskurs

von Redaktion

Stimmung im bayerischen Handwerk bleibt ausgezeichnet

„Die für das Handwerk günstigen Rahmenbedingungen aus niedrigen Zinsen, guter Konsumstimmung und einer starken Baunachfrage werden das gesamte Jahr anhalten. Weiteres Wachstum wird aber vor allem aufgrund des Fachkräftemangels immer schwieriger“, betont der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Franz Xaver Peteranderl.

Die ausgezeichnete Stimmung im bayerischen Handwerk hat auch im zweiten Quartal 2018 angehalten. 63 Prozent der Betriebe meldeten eine gute, weitere 31 Prozent eine befriedigende Geschäftslage. Viele Indikatoren stagnieren mittlerweile auf hohem Niveau. „Nachdem der Aufschwung im bayerischen Handwerk schon fünf Jahre anhält, ist es nur verständlich, dass der Scheitelpunkt der Hochkonjunktur langsam näherkommt“, berichtet der BHT-Präsident. Die Geschäftserwartungen für das dritte Quartal 2018 stagnieren auf sehr hohem Niveau: 15 Prozent der befragten Betriebe im bayerischen Handwerk erwarten abermals eine Verbesserung ihrer Geschäftslage, 80 Prozent gehen von einem gleichbleibenden Niveau aus, nur fünf Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Die durchschnittliche Kapazitätsauslastung der bayerischen Handwerksbetriebe lag im zweiten Quartal 2018 mit 83 Prozent auf Höhe des Vorjahreswerts und weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt (80 Prozent).

Insgesamt bleibt die Nachfragesituation für die Handwerksbetriebe im Freistaat sehr vorteilhaft: Die Auftragsreichweite legte im zweiten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahr nochmal um 0,9 auf 10,2 Wochen zu. Laut BHT-Hochrechnungen wurden im zweiten Quartal 2018 im bayerischen Handwerk 29,6 Milliarden Euro umgesetzt, ein Plus von nominal 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Real entspricht dies einem Zuwachs von 3,5 Prozent.

Fast eine Million

im Handwerk tätig

Nach Schätzungen des BHT waren Mitte 2018 etwa 932700 Personen im bayerischen Handwerk tätig. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem leichten Anstieg von 0,7 Prozent. Während es den größeren Unternehmen, die zehn oder mehr Beschäftigte im festen Anstellungsverhältnis haben, immer noch gelingt, Arbeitskräfte zu finden, können kleinere Betriebe Abgänge oft nicht adäquat ersetzen. Das gilt vor allem für das Bau- und Ausbauhandwerk.

Über 200000 Handwerksbetriebe

Nach einer kurzen Verschnaufpause im 1. Quartal 2018 nahm die Investitionstätigkeit im bayerischen Handwerk von April bis Juni wieder Fahrt auf. Nach Hochrechnungen des BHT wurden knapp 900 Millionen Euro für neue Fahrzeuge, Maschinen und Gebäude aufgewendet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von gut sechs Prozent. Die Zahl der Handwerksbetriebe im Freistaat lag zur Jahreshälfte bei knapp 202260, ein Plus von 0,2 Prozent.

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