von Redaktion

Wohin mit den Zimmerpflanzen, wenn der Platz knapp ist? Gitter, Paravents oder Bilderrahmen sind mögliche Orte. Doch daserfordert Planung.

Pflanzen verbessern das Raumklima, doch der Platz für sie ist manchmal knapp. Dann können Wände oder Raumteiler begrünt werden. Experten sprechen von vertikaler Raumbegrünung.

Welche Pflanzen

eignen sich?

Im Raum sind die Lichtverhältnisse oft nicht so hell. Während Sukkulenten, zu denen alle Kakteen gehören, weniger geeignet sind, passen Farne, Blattpflanzen, Bromelien als typische Dschungelpflanzen besser. Bei der Platzierung der Pflanzen müsse beachtet werden, dass die für sie verfügbare Lichtmenge schnell abnimmt, je weiter man vom Fenster entfernt ist, sagt Kullmann. Planung ist also wichtig.

Dem Experten zufolge bleiben von 20000 Lux Beleuchtungsstärke an einem hellen Südfenster in einem Meter Entfernung im Raum noch 2500, in zwei Metern Entfernung 1200 und in drei Metern Entfernung 750 Lux. „Ohne Zusatzbeleuchtung kommt man da nicht aus.“

Grundsätzlich seien alle rankenden Pflanzen geeignet, sagt Jürgen Herrmannsdörfer, Vorstandsmitglied im Fachverband Raumbegrünung und Hydrokultur (FvRH). Vorzugsweise sollten Arten mit flachen Wurzeln verwendet werden. Wegen der relativ konstanten Temperatur in Wohn- und Arbeitsräumen eignen sich vor allem tropische bis subtropische Pflanzen für Zimmer.

Welche Vorteile bringen Pflanzen
in Räumen?

„Die Innenraumbegrünung hat viele positive Eigenschaften“, sagt Gunter Mann, Präsident vom Bundesverband GebäudeGrün (BUGG). Vor allem die beruhigende, wohltuende Wirkung sei wichtig. Durch die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit ergibt sich ein angenehmeres Raumklima. Außerdem können Pflanzen Staub und Schadstoffe binden sowie Lärm schlucken.

Was für Möglichkeiten für Vertikal-Grün gibt’s?

Es lasse sich auf vielfältige Weise realisieren, sagt Folko Kullmann, der zu dem Thema ein Buch geschrieben hat. Blumenampeln kann man an der Decke anbringen. In Kletterspaliere und Gitter lassen sich Töpfe hängen. Magnetische Blumentöpfe haften am Kühlschrank oder an einer Pinnwand.

Auch Bilderrahmen lassen sich bepflanzen. Denkbar sind mobile Paravents mit eingehängten Pflanzkästen oder installierte Pflanzenwände. Wichtig sei hier eine sichere Verankerung an der Wand, erklärt Kullmann, „denn mit Pflanzen, Töpfen und Erde kommt einiges an Gewicht zusammen“. Man sollte auf eine sichere Abdichtung zur Wand und nach unten achten, um Schimmelbildung zu verhindern.

Worauf ist bei der

Planung zu achten?

Vor allem bei fest installierten Pflanzenwänden sind Statik und Tragfähigkeit von Wand und Boden zu beachten. Dazu kommen Zu- und Ableitungen für die Wasserversorgung, Stromanschluss und eventuell ein Technikschrank zur Schaltung einer automatischen Bewässerung sowie einer künstlichen Beleuchtung.

Trend zur grünen Wand

Artikel 6 von 11