Besser als gedacht

von Redaktion

Pflegekräfte aus dem osteuropäischen Ausland könnten den Pflegenotstand in Deutschland verbessern.Foto djd/brinkmann-Pflegevermittlung.de

Eine Stütze im Alltag. Foto djd/brinkmann

Ungelernte Betreuungskräfte aus Osteuropa erhalten in Deutschland den Mindestlohn.Foto djd/brinkmann

Eine Studie der Berufsakademie für Gesundheits- und Sozialwesen Saarland, zu der knapp 1000 osteuropäische Betreuungskräfte befragt wurden, brachte überraschende Erkenntnisse. Demnach gibt es nur wenige schwarze Schafe in der Branche. Eine renommierte Vermittlungsagentur wie etwa die Brinkmann Pflegevermittlung sorgt dafür, nicht in Fallen zu tappen und berät Angehörige auch im Hinblick auf Leistungen von Staat und Krankenkasse.

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Pflegekräfte aus Osteuropa sind viel besser, als oft angenommen wird. Die Studie im Überblick:

Arbeitszeiten im Durchschnitt

Die Pflegekräfte teilen sich ihre Arbeitszeiten in der Regel selbst ein. Diese dürfen acht Stunden am Tag und 48 Stunden pro Woche nicht oder nur in Ausnahmefällen überschreiten. Auf diese Arbeitszeiten kommen laut Studie 42,7 Prozent der Befragten, 38,4 Prozent arbeiten sogar nur zwischen vier und sechs Stunden täglich. Knapp jeder Fünfte liegt bei neun bis zehn Stunden.

Bezahlung

nach Tarif

Eine ungelernte Betreuungskraft mit sehr geringen Deutschkenntnissen erhält den Mindestlohn von 8,84 Euro, was einem Bruttomonatslohn von etwa 1600 Euro entspricht. Hinzu kommen freie Kost und Logis im Haushalt der betreuten Person. Der Nettoverdienst der Betreuungskräfte ist somit vergleichbar mit dem eines Arbeitnehmers, der ein Nettogehalt von 2000 Euro bezieht.

Bildungsstand: Häufig Abitur

59,3 Prozent der Betreuungskräfte geben das Abitur als höchsten Abschluss an, 18,6 Prozent sogar einen akademischen Abschluss. Weitere 19,4 Prozent haben eine Berufsschule besucht, knapp die Hälfte verfügt über eine Aus- oder Weiterbildung im pflegerischen Bereich.

Alltagstaugliche Deutschkenntnisse

Nach ihren Deutschkenntnissen befragt, schätzt sich über die Hälfte der Betreuungskräfte auf einer Skala von eins bis zehn im Mittelfeld ein. Nur jeder Zehnte ordnet seine Sprachkenntnisse als schlecht ein.

Kaum

Schwarzarbeit

Pflegekräfte aus dem EU-Ausland werden nach dem europäischen Entsendegesetz beschäftigt, das eine ganze Reihe von Vorschriften zur Entlohnung, zu Sozialbeiträgen und zur Absicherung macht. Die Nichtbeachtung dieser Regelungen führt zu empfindlichen Strafen.

Schwarz beschäftigt werden laut Studie nur 11,9 Prozent der Befragten. Der Rest geht einer legalen Beschäftigung nach und führt regulär Steuern und Sozialbeiträge ab.djd

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