Zwischen Schülern, Eltern und Schulleitung finden vor der Aufnahme meistens persönliche Aufnahmegespräche und ein Aufnahmetest statt, um sich gegenseitig und das Internat oder die Privatschule kennenzulernen.
Bevor die letztendliche Entscheidung über die Aufnahme des Kindes oder Jugendlichen fällt, geht dem in vielen Fällen ein zwei- bis dreistündiges Treffen zwischen Familie und Schulleitung voraus. Hier wird beiden Seiten die Möglichkeit gegeben, sich unmittelbar kennenzulernen. Dabei können letzte Fragen geklärt und über Gestaltungsmöglichkeiten der weiteren Schullaufbahn gesprochen werden.
Reinschnuppern ausdrücklich erlaubt
Da diese Besuche in den Internaten und Privatschulen stattfinden, erhalten Eltern und Schüler darüber hinaus gute Einblicke in die Örtlichkeiten. Oft bietet sich den Kindern außerdem die Gelegenheit, sich bei den möglichen künftigen Mitschülern über alle Themen rund um die jeweilige Schule und den Alltag zu informieren.
In manchen Fällen ist bei Verfügbarkeit der Plätze ein Probewohnen von drei bis vier Tagen möglich, damit die Schüler hautnah das Leben erfahren und leichter ihre Entscheidung treffen können.
Aufnahme-
bedingungen
Viele Schulen haben sich auf die besonderen Ansprüche ihrer Schüler spezialisiert und ihr Angebot auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtet. So vielfältig wie die Angebote sind, so verhält es sich auch mit den Aufnahmebedingungen.
Aufnahmeprüfungen werden an Privatschulen meist auch dann durchgeführt, wenn Bewerber von einer nicht staatlich-anerkannten Privatschule kommen.
Für Sportliche
und Hochbegabte
Ein Beispiel für diese Internatsform mit speziellen Aufnahmetests ist das Sportinternat. Die Voraussetzung für die Aufnahme besteht hier im Absolvieren sogenannter Sichtungstage. An diesen Tagen werden die Schüler auf ihre Eignung in den jeweiligen Sportarten getestet. Des Weiteren werden der Gesundheitszustand sowie die psychische und sportliche Belastbarkeit überprüft.
Ein weiteres Beispiel für speziell ausgerichtete Internate sind diejenigen für Hochleistende. Sie wenden sich ausschließlich an besonders begabte Kinder und Jugendliche mit hoher Lernmotivation, die sich in ihrem bisherigen Umfeld oft nicht ihren Fähigkeiten entsprechend entwickeln konnten. Zur Aufnahme an solchen Schulen werden spezifische Prüfungen durchgeführt, die oft einen Intelligenztest beinhalten, sich aber auch auf bestimmte Persönlichkeitsmerkmale oder Eigenschaften beziehen können, wie psychische Gesundheit, Belastbarkeit oder Sozialverhalten.
Wenn die Entscheidung gefallen ist
Wenn auf allen Seiten die Entscheidung zugunsten der Aufnahme in das Internat getroffen ist, erhalten Eltern die kompletten Aufnahmeunterlagen zur Unterzeichnung und Informationen darüber, welche Gegenstände und Dokumente der Schüler vor Ort benötigt. Anschließend ist das Kind ein Mitglied der Gemeinschaft.