Arbeitsbedingungen spürbar zu verbessern, die Pflegekräfte zu entlasten und die Ausbildung in der Pflege zu stärken: das sind die Ziele der „Konzertierten Aktion Pflege“. Auf der Berliner Pflegekonferenz erläuterte Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey ihre Anliegen.
„Wir wollen uns mehr um die Kümmerer kümmern und die sozialen Berufe aufwerten: bessere Arbeitsbedingungen, bessere Ausbildungsbedingungen und eine bessere Bezahlung. Dann wird auch der Pflegeberuf attraktiver“, forderte Dr. Franziska Giffey anlässlich der 5. Berliner Pflegekonferenz. Voraussetzung dafür, dass sich mehr Menschen für den Pflegeberuf begeistern, sei „ein Beruf, mit dem Menschen für sich und ihre Familie gut sorgen können, in dem die Arbeitsbedingungen gut sind und nicht noch Schulgeld mitgebracht werden muss, wenn jemand in die Ausbildung startet.“
Neben den Fachkräften seien die pflegenden Familienangehörigen die tragende Säule der Versorgung von Pflegebedürftigen, so Dr. Giffey bei der Konferenz. Ein besonderes Augenmerk legte sie auf die pflegenden Kinder und Jugendlichen. „Kinder und Jugendliche, die pflegen, sind ganz besondere Kümmerer, die speziell vor Überlastung und Selbstausbeutung geschützt werden müssen.
Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche
Für sie haben wir das Projekt ‚Pausentaste‘ gestartet“, unterstrich die Bundesseniorenministerin. Eine Anlaufstelle, wo pflegende Kinder und Jugendliche per Telefon oder online Ansprechpartner finden, die ihnen zuhören und sie unterstützen.
Unter www.pausentaste.de gibt es Erfahrungsberichte und hilfreiche Tipps für Betroffene – zum Beispiel wie man den Kopf freibekommt:
– Bewegung tut gut
– sich selbst Entspannung
gönnen – zum Beispiel bei
einer Tasse Kakao
– sich Zeit für sich selbst
nehmen
– sich bewusst und gesund
ernähren
– sich trauen, auch mal
Nein zu sagen
– Ordnung halten