Der große Rest vom Fest

von Redaktion

Was Sie nach der Weihnachtsbescherung mit dem Müll machen

Zurück vom Weihnachtsabend bleiben in vielen Haushalten Berge aus Kartons und Styropor. Papierfetzen und Reste von Geschenkschleifen fliegen umher. Und jetzt? Wohin mit den Geschenkverpackungen, wenn man es richtig machen möchte? Die Tipps zur Entsorgung:

Weiterverwerten

im Garten:

Nicht nur den Weihnachtsbaum kann man zerlegt zum Frostschutz im Garten einsetzen – seine Zweige kommen über die von der Kälte gefährdeten Pflanzen in Beet und Topf. Ansonsten sind natürlich die Sammelstellen (meist nach Dreikönig) für den Baum zu empfehlen. Bitte nicht einfach in den Restmüll stopfen! Auch so manche Verpackung lässt sich entsprechend weiterverwenden: Kokosmatten und Jute – die üblichen Materialien für kleine Säcke, die der Weihnachtsmann bringt – lassen sich über Pflanzen stülpen und unten zubinden. Säckchen aus Organzastoff kommen im Sommer zum Einsatz: Sie schützen Trauben vor Wespen und Kirschessigfliegen, erläutert die Bayerische Gartenakademie. Größere Beutel kommen über die Fruchtstände von Him- und Brombeeren, kleinere über einzelne wertvolle Früchte wie Pfirsiche.

Aufrollen,

Aufheben:

Manche Verpackungen kann man gut immer wieder verwenden – gerade Bänder und Stoffschleifen. Die Falten werden geglättet, das Band wird zum Beispiel über die Kartons von leeren Küchenrollen gewickelt und so bis zum nächsten Verpacken aufbewahrt.

Altpapier oder Restmüll:

Papier kommt ins Altpapier – so einfach ist das leider nicht. Denn oftmals ist Geschenkpapier mit Kunststofflacken oder -folien beschichtet. Solche Lack-, Glacé- und Chromopapiere und -pappen sind nicht zu recyceln und müssen über die Restmülltonne entsorgt werden, erklärt das Umweltbundesamt. In der schwarzen Tonne landen auch Papiere mit Kleber, der sich nicht durch Wasser lösen lässt.

Das bedeutet: Wer es wirklich ganz genau nehmen möchte, trennt Adressetiketten sowie den Selbstklebeverschluss von Kuverts vom restlichen Papier ab und entsorgt nur diese Teile im Restmüll.

In die Papiertonne wandern letztlich die einfachen bedruckten Geschenkpapiere. Laut Verband Deutscher Papierfabriken gehört dazu in aller Regel auch glänzendes und funkelndes Papier.

Gelber Sack,
gelbe Tonne:

Hier landen Verpackungen, die nicht aus Papier und Glas sind. Es gibt aber unterschiedliche Vorgaben der kommunalen Entsorger. Manche schränken zum Beispiel ein, dass expandiertes Polystyrol – besser bekannt unter dem Markennamen Styropor – nur in haushaltsüblichen Mengen in die Tonne oder den Sack wandern darf. Erwartet man an Weihnachten ganze Berge davon, erkundigt man sich besser beim Entsorger nach den Details. Manche bieten für einmalig anfallende große Abfallmengen gegen Entgelt extra Müllsäcke an.

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