Stadt investiert in Schulen

von Redaktion

Viel Geld nimmt die Stadt Rosenheim derzeit für die Erweiterung und Sanierung von einigen Schulen in die Hand. Das Spektrum reicht vom Ausbau mit neuen Klassenzimmern bis hin zum Einbau von Akustikpaneelen für gehörgeschädigte Schüler.

53 Millionen Euro für Karolinengymnasium

Von einer „wegweisenden Entscheidung“ spricht Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer bei der Generalsanierung des Karolinengymnasiums. Über 53 Millionen Euro werden investiert. Bis zur Fertigstellung vergehen noch mindestens fünf Jahre. Die Baumaßnahme ist in drei Bauabschnitte gegliedert: Den Anfang machte im August 2018 der Abriss der alten Schulturnhalle. Ab März 2019 wird mit dem Neubau eines Schulgebäudes mit Fachräumen begonnen. Als zweiter Bauabschnitt wird der Altbau von 1908 generalsaniert. Im dritten Bauabschnitt werden der Ostflügel von 1969 und der Pavillon abgebrochen, um Platz für eine neue Dreifachturnhalle zu schaffen.

Die Sanierung und Erweiterung der Johann-Rieder-Realschule verzögert sich. Grund ist eine Nachbarschaftsklage. Das schriftliche Urteil liegt noch nicht vor. Außerdem meldete eine mit den Arbeiten beauftrage Baufirma Anfang vergangenen Jahres Insolvenz an. Die Suche nach neuen Firmen gestaltete sich schwierig. Für die Schüler und Lehrer bedeutet das, sie brauchen auch in den kommenden Monaten gute Nerven: Ein Teil des Unterrichts findet weiter in sechs Containern auf dem Hartplatz statt.

Um mehr Platz zu schaffen, wird bei der Grundschule Erlenau einer der Pavillons aufgestockt. Durch diese Maßnahme entstehen zwei zusätzliche Klassenräume und ein kleiner Gruppenraum.

Außerdem wird ein Aufzug angebracht – damit wird der Bau barrierefrei. Die Bauarbeiten starten voraussichtlich in den kommenden Sommerferien. Nach jüngsten Schätzungen liegen die Kosten bei rund 1,2 Millionen Euro. Investiert wird auch in bestehende Gebäude.

Unterrichtsräume mit Akustikpaneelen

Die Sanierung am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium läuft seit 2015. 15 Klassenzimmer sind bereits modernisiert. In diesem Jahr folgen neun Unterrichtsräume im Haus A, sie werden mit Akustikpaneelen ausgestattet, um gehörgeschädigten Schülern die Teilnahme am Unterricht zu erleichtern. Die Kosten liegen bei etwa 347000 Euro.

Die Grundschule Pang bekommt eine neue Heizungsanlage. Die Kosten dafür waren bisher mit rund 200000 Euro veranschlagt. Bei einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zu Beginn dieses Jahres schlug Stadtrat Franz Lukas als Alternative den Bau einer Nahwärmenetz-Insel vor. Sie könnte nicht nur die Schule, sondern auch die umliegenden Gebäude, darunter das Feuerwehrhaus und den geplanten Hort mit Wärme versorgen.

Die Verwaltung will diese neue Variante nun prüfen. Darum könnte es sowohl bei den Kosten als auch beim Zeitplan (eigentlich sollte der Austausch der Heizungsanlage während der Sommerferien 2019 stattfinden) noch Verschiebungen geben. wu

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