Stadtspiel war voller Erfolg

von Redaktion

Ein voller Erfolg war im vergangenen Jahr das Stadtspiel „Die Schwedenplag“. Es erinnerte an den Beginn des Dreißigjährigen Krieges vor 400 Jahren. Veranstalter war das Theater Rosenheim. Rund 4000 Besucher haben sich das Freilufttheater auf dem Max-Josefs-Platz angesehen. „Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, sagt Horst Rankl, Vorsitzender des Theater Rosenheim.

Das nächste Stadtspiel wird voraussichtlich 2020 stattfinden. Horst Rankl macht sich zusammen mit seinem Team aktuell schon wieder Gedanken über die Handlung. „Es könnte gut sein, dass es etwas ganz Neues sein wird“, verrät er. In der Geschichte der Stadt würden sich noch viele interessante Kapitel finden. „Aber beim nächsten Mal soll es mal nicht um kriegerische Auseinandersetzungen gehen“, wünscht er sich. Das Leben einzelner Persönlichkeiten, Familien oder bestimmter Bevölkerungsgruppen sei mindestens genauso spannend.

Derzeit wird beim Theater Rosenheim schon wieder fleißig geprobt. „Langweilig wird es bei uns nie“, lacht Rankl. Im Herbst wird der „Pfennigfuchser“ aufgeführt, eine Adaption von Molières Komödie „Der Geizige“. Premiere ist am 2. Oktober. Zuvor geht es mit dem Stück in bayerischer Mundart vom 12. bis 15. September zum Volkstheaterfestival Wurzelwerk in Sömmersdorf. Dort treffen sich Theatergruppen aus ganz Deutschland. Im Mittelpunkt steht der Dialekt – vom rheinländischen Platt über Kiezdeutsch bis zum Bayerischen.

Seit 1968 spielt das Theater Rosenheim auch Stücke speziell für Kinder und Eltern, darunter klassische Märchen von Hauff oder Grimm, Stücke von Otfried Preußler oder Astrid Lindgren und seit einigen Jahren verstärkt Kindermusicals. Heuer dürfen sich die kleinen Besucher in der Weihnachtszeit auf ein Abenteuer mit Ritter Rost freuen.

Das Theaterspiel hat in Rosenheim eine lange Tradition.

Der Ursprung reicht bis ins Jahr 1855 zurück. Seit der Wiedergründung des Vereins im Jahr 1963 und zahlreichen Inszenierungen von Thoma bis Nestroy, von Molière bis Sondheim, wurden insgesamt bereits über 500000 Besucher begrüßt. Der Erfolg ruht auf Ehrenamtlichem Engagement. „Bürger spielen für Bürger. Das macht uns aus“, erklärt Horst Rankl.

Einen immer wichtigeren Stellenwert innerhalb des Vereins nimmt die Integration von Menschen mit Handicap ein: „Bei uns ist jeder willkommen.“ wu

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