Im Unteren Burgerfeld herrscht aktuell Großbaustelle: In der Ponschabaustraße entsteht ja gerade ein Holz-Hybridhaus, das mehrere Wohnungen beherbergen soll. Und auch an der Berufsschule wird fleißig gearbeitet. In drei Bauabschnitten wird die linke und rechte Seite abgerissen, das Mittelstück generalsaniert.
Das Gebäude aus dem Jahr 1955 ist für die Schüleranzahl zu klein geworden. Lange Jahre pendelte diese bei rund 1400, inzwischen besuchen rund 2200 Berufsanfänger die Schule. Kfz-Mechatroniker, Verfahrensmechaniker Kunststoff und Kautschuk und technische Produktdesigner absolvieren dort den schulischen Teil ihrer dualen Berufsausbildung. Seit 2013 ist der Standort außerdem Technikerschule und es gibt zahlreiche Klassen für Flüchtlinge im Berufsintegrationsjahr. Das bedeutete, dass viele Klassen bereits in Containern untergebracht werden mussten – ein schlechtes Aushängeschild für eine Schule, die eigentlich auf dem neuesten Stand sein sollte, um solch hochtechnische Berufe zu vermitteln. Also hat sich der Kreis Rosenheim entschlossen, die Schule zu erneuern. Dafür nimmt man ordentlich Geld in die Hand: Mit rund 30 Millionen Euro wird die Maßnahme beziffert.
Verkehrssituation problematisch
Mit dem Abbruch wurde in den vergangenen Sommerferien begonnen, auf dem Parkplatz entstand eine Containeranlage für die Verwaltung und einige Klassen. Der Umbau dauert voraussichtlich bis 2022.
Problematisch ist schon jetzt die Verkehrssituation. Zu dem Baustellenverkehr und oftmals falsch parkenden Autos kommen dort enge oder nicht vorhandene Gehwege – insbesondere für die Schulkinder ist das gefährlich. Die Stadt hat angekündigt, dass Parksünder hier in Zukunft verstärkt kontrolliert werden. khe