Nach einigen Jahren Vorplanungszeit wird das neue Museumsdepot konkret. Im Februar hat der Stadtrat den Beschluss zum Bau des Gebäudes gefasst, drei Millionen Euro sind im Haushalt für die kommenden Jahre dafür eingeplant, rund eine Million Euro wird als Zuschuss erwartet.
Die Exponate des Stadtmuseums sind derzeit nicht unbedingt fachgerecht in verschiedenen Lagerstätten untergebracht. In einem zentralen Museumsdepot, so der Wunsch, sollten sie unter klimatisch idealen Bedingungen gelagert werden. Das Problem waren die hohen Kosten für die aufwendige Technik in so einem Neubau und die schwierige Finanzlage der Stadt. Daher entschied man sich nun, nach einem Ortstermin bei einem Museumsdepot in der Oberpfalz, zu einer „Low-Tech“-Ausstattung. Diese abgespeckte Technik könnte die Vorgaben erfüllen und wäre in Anschaffung und bei den laufenden Kosten günstiger. Geplant ist das Museumsdepot auf einer Fläche nahe dem Friedhof „Am Herder“.
Aktuell im Museum zu sehen ist eine Sonderausstellung zum Wasserburger Taubenmarkt. Nachdem dieser in den vergangenen Jahren mehr und mehr an Bedeutung verloren hat, weil die Aussteller- und Besucherzahlen aufgrund von hohen Auflagen immer weiter zurückgingen, kann man Wasserburgs ehemalige Großveranstaltung im Museum anhand von Fotoinstallationen erleben. Die Bilder sind bei den Taubenmärkten der Jahre 1996 und 1997 entstanden, als der Taubenmarkt mit rund 3000 Händlern und 20000 Besuchern als der größte Kleintiermarkt der Welt galt.khe