Dieses Jahr spricht vieles dafür, dass es mit der Elektromobilität vorangehen wird. Gerade preiswertere E-Modelle, insbesondere für den Stadt- und Nahverkehr werden 2019 den deutschen Automarkt bereichern: Der e.GO Life – entwickelt von dem Team der technischen Universität Aachen, das auch den Transporter Streetscooter entworfen hat – wird seinen Serienstart Mitte 2019 haben. Ebenfalls dieses Jahr wird der Kabinenroller „Microlino“ zu haben sein. Das kleine City-Auto hat als Vorbild die Isetta von BMW aus dem Jahr 1955. Hinzu kommt der Smart, der ab 2020 nur noch mit Elektromotor zu haben ist. Und die Hersteller wie Volkswagen versprechen ein regelrechtes Feuerwerk an Elektromodellen: Gut drei Dutzend neue Elektroauto-Modelle werden 2019 und 2020 auf den Markt kommen.
Staatliche Förderung der E-Mobilität
Bis Ende 2018 waren in Deutschland knapp 200 000 E-Fahrzeuge angemeldet. Dabei haben die rein batteriebetriebenen Autos bei den Zulassungszahlen 2018 deutlich zugelegt. Trotz des staatlich geförderten Umweltbonus blieb der Durchbruch für Elektroautos noch aus. Das Förderprogramm läuft noch bis 30. Juni 2019. Ob die Bundesregierung das Programm über den Juni hinaus verlängert, ist noch nicht geklärt. Von den 600 Millionen Euro im Fördertopf steht aktuell noch rund die Hälfte zur Verfügung.
Wer sich für ein Elektro- oder Hybridfahrzeug als Dienstwagen entscheidet, versteuert monatlich als geldwerten Vorteil statt einem Prozent des Listenpreises nur noch 0,5 Prozent. Diese Regelung gilt für Fahrzeuge, die vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden.
Ende 2018 gab es rund 16000 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte – davon zwölf Prozent Schnelllader. Hier hat Deutschland nach wie vor Nachholbedarf, sieht doch die „Nationale Plattform für Elektromobilität“ für 2020 einen Bedarf von 70000 öffentlichen Ladepunkten und 7100 Schnellladesäulen.
Elektroautos geben bald einen Ton ab
Ab 1. Juli 2019 wird ein verpflichtender Warnton für Elektroautos eingeführt. Ziel ist es, Radfahrer oder Fußgänger besser auf die bisher leisen Fahrzeuge aufmerksam zu machen. 2019 sollen zudem endlich auch E-Scooter („Kick-Scooter“) in Deutschland erlaubt werden. Die Verordnung soll möglichst zeitnah kommen. Experten sehen hierin einen Markt, der einen entsprechend umfangreichen Beitrag zur Mobilität der Zukunft beitragen kann. Man erwartet im Geschäft mit der sogenannten Mikromobilität in Form von Elektrorollern, E-Bikes und E-Tretroller einen Umsatz von 150 Milliarden Dollar bis zum Jahr 2030 in Europa. Pro Motor