Ichtys – so heißt Fisch auf Griechisch. Und steht in Schrift- und Sinnbild für den christlichen Glauben: I für Jesus, Ch für Christus, T, Y und S für den Erlöser. Nur einer der Gründe, warum an Karfreitag traditionell Fisch auf den Tisch kommt. Der Freitag vor Ostern gehört mit dem Aschermittwoch zu einem von zwei strengen Fastentagen des katholischen Kirchenjahres.
Wie auch am Aschermittwoch wurde vor allem früher als Zeichen des Verzichts das Luxusprodukt Fleisch von der Speisekarte gestrichen und Fisch war nicht nur im übertragenen Sinne in aller Munde. Am Karfreitag steht bei Katholiken, aber auch bei vielen evangelischen Gläubigen, der Verzicht auf Fleisch aber in engem Verbund mit dem Gedenken an das Leiden Jesu Christi.
Traditionen pflegen
Bis heute essen viele Familien sogar an jedem weiteren Freitag des Jahres traditionell Fisch. Und das mit gutem Grund, bestehen doch vor allem Mediziner darauf, dass mindestens einmal pro Woche Meeresgetier auf den Tisch kommen solle.
Die Inhaltsstoffe von Fisch und Meeresfrüchten können sich sehen lassen: Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß und Jod sind darunter. Vor allem fettreiche Sorten wie Lachs, Hering, Makrele oder Aal liefern damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Vitaminzufuhr. Besonders am Ende eines langen Winters ist außerdem die Wirkung des enthaltenen Vitamin D nicht zu unterschätzen. Es steigert unter anderem die Bildung von Knochenzellen und hat einen günstigen Einfluss auf das Immunsystem. Unser Körper kann Vitamin D zwar auch selbst bilden, braucht dazu aber die Unterstützung von Sonneneinstrahlung auf der Haut. Und die ist vor allem in den dunklen Monaten selten ausreichend gegeben.
Gesund genießen
Wer deshalb häufig zu Fisch greift, füllt leere Vitamin-D-Speicher auf und unterstützt die Abwehrkräfte. Besonders viel Vitamin D ist übrigens in geräuchertem Aal, aber auch Sardinen und Wildlachs haben einen hohen Gehalt. Wer auf die mageren Sorten wie Kabeljau, Seelachs oder Zander setzt, profitiert vom hohen Eiweißgehalt und damit einer langen Sättigung. Vor allem Kinder können sehr leicht von diesen mild schmeckenden Sorten überzeugt werden – am besten allerdings nicht nur in Form der panierten Stäbchen.
Fisch und Meeresfrüchte schmecken also nicht nur am Karfreitag, aber hier schon der Ostertradition wegen besonders gut. Die OVB- Heimatzeitungen haben die besten Rezepte garniert mit interessanten Informationen zusammengesucht und wünschen viel Freude beim (Aus-)Probieren.