Die Sonne bringt ja Licht ins Dunkel. Doch zu viel des Guten kann unser Sehen stark beeinträchtigen – ein Risiko im Straßenverkehr. Darum ist der Sommer auch besonders gefährlich für Autofahrer.
Wenn die Sonne blendet, dann werden Sehschärfe und Kontrastsehen schlecht. Autofahrer haben zusätzlich vor allem mit Reflexionen von den Autoscheiben der Vorausfahrenden oder von nassen Straßen sowie mit Blendung bei tief stehender Sonne zu kämpfen. Hinzu kommen extreme Licht-Schatten-Wechsel. Das Auge kann sich zwar schnell von dunkel an hell gewöhnen. Umgekehrt braucht es aber viel länger. Das wird bei Tunnelfahrten zum Problem, betrifft aber auch Radfahrer. Kommen sie plötzlich aus dem Schatten ins Licht, werden sie schnell übersehen. Sonnenbrillen mit polarisierenden Brillengläsern sind eine sinnvolle Investition. Sie reduzieren Lichtreflexe, zum Beispiel Spiegelungen auf nassen Straßen, und verstärken zudem Kontraste. Relevant ist auch die Farbe der Gläser. Für Kraftfahrer haben sich getönte Gläser in natürlichen Braun-, Grüngrau- oder Graunuancen bewährt. Sie verfälschen den Farbeindruck am wenigsten, so dass Schilder und Ampeln klar erkennbar bleiben. Intensiv gelbe, blaue und rote Gläser allerdings können den Farbeindruck so verfälschen, dass Verkehrszeichen schwer lesbar sind oder Bremslichter zu spät erkannt werden. Derweil lässt sich der Tönungsgrad der Gläser aus den fünf Blendschutzkategorien ablesen. Die Kategorien zwei und drei sind als Sonnenschutz für Autofahrer geeignet. mid/spp-o